In vielen Gärten wird im Mai Rhabarber geerntet. Dabei zieht man nur voll entwickelte Blattstiele von der Pflanze. Zu Kuchen oder Kompott verarbeitet, sind die sauren Stangen auch bei vielen Kindern beliebt.
In vielen Gärten wird im Mai Rhabarber geerntet. Dabei zieht man nur voll entwickelte Blattstiele von der Pflanze. Zu Kuchen oder Kompott verarbeitet, sind die sauren Stangen auch bei vielen Kindern beliebt. Bild: Siegfried Neumann
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Hau ruck - der Rhabarber ist reif

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Im Haus- und Kleingarten gibt es das ganze Jahr über zu tun. Die folgenden Arbeiten sind unter anderem im Mai wichtig.

Chemnitz.

Pflegearbeiten stehen im kommenden Monat unter anderem im Gemüsegarten an. Frostempfindliche Pflanzen kommen erst aufs Beet, wenn keine Minusgrade mehr zu erwarten sind.

Gemüse: Das mit Salatgurken bestellte Kleingewächshaus wird gelüftet, wenn die Innentemperatur 28 Grad Celsius beträgt. Wird des Haus zu zeitig oder zu lange geöffnet, sinkt die Luftfeuchte und fördert den möglichen Befall durch Spinnmilben. Auch Tomaten unter Glas- oder Folienschutz sind bei sonniger Witterung reichlich zu lüften. Hohe Luftfeuchte würde bei dieser Gemüseart den Befall von Braun- und Krautfäule fördern.

Aus den Blattachseln der Stabtomaten sprießende Sprosse, auch Geize genannt, sind einmal wöchentlich auszubrechen. Im Freiland kultivierte Tomaten werden erst nach Monatsmitte ins Freie gepflanzt, um möglichen Schäden durch späte Fröste vorzubeugen.

Nach dem 10. Mai beginnt die Aussaat der Buschbohnen. Ein Reihenabstand von 50 Zentimetern ist optimal.Von sogenannten grünhülsigen Sorten empfehlen sich für die Region zum Beispiel "Jutta" und "Valja", von gelbhülsigen "Berggold" und "Maxi".

Obst: Das Anwachsen und Austreiben der im Frühjahr gepflanzten Obstgehölze wird bei ausbleibenden Niederschlägen durch rechtzeitiges Wässern gefördert. Werden die Pflanzstellen mit Mulch bedeckt, hält dieser die Verdunstung der Bodenfeuchte zurück und die Bodentemperatur konstant.

Je nach Region beginnt Mitte bis Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni der Flug der Falter des Apfelwicklers. Sie beginnen, ihre Eier vor allem an die Früchte der Apfel-, gelegentlich auch der Birnbäume zu legen. Nach etwa sieben bis 14 Tagen schlüpfen die Larven aus den Eiern. Zunächst auf den Früchten umherkriechend, bohren sich die Schädlinge bald ins Fruchtfleisch. Zuvor besteht die Möglichkeit, sie mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln zu bekämpfen. Wenn die Maden des Apfelwicklers Fraßgänge ins Fruchtfleisch des Kernobstes bohren, öffnen sie zugleich die "Türen" für die Sporen des Moniliapilzes. Er kann ebenfalls große Schäden anrichten und bis etwa 75 Prozent der Kernobsternte vernichten.

Erfahrene Hobbygärtner markieren vor Beginn der Ernte der einjährigen Erdbeeren die besten Mutterpflanzen mit Stäben. Soll im Spätsommer ein neues Erdbeerbeet angelegt werden, verwendet man nach Abschluss der Ernte nur Senker von diesen Pflanzen.

Zierpflanzen: Bereits abgeblühte Stauden kann man zur Bestandsvermehrung teilen. Sie werden sofort am neuen Standort gepflanzt und entwickeln sich bei guter Pflege bis zum nächsten Frühjahr zu üppig blühenden Exemplaren.

Das Laub wird verblühten Frühblühern belassen, bis es ganz verwelkt ist. So können die Pflanzen neue Blütenknospen bilden und Reservestoffe für die nächste Saison aufbauen. Auch die Sprosse der Kaiserkronen dürfen nicht zu zeitig entfernt werden.

Sind die ausgesäten Sonnenblumen zu dicht aufgelaufen, sollte man die Sämlinge auf einen Abstand von etwa 30 bis 40 Zentimeter verziehen. Hierbei anfallende Jungpflanzen finden sicher an anderen Stellen des Gartens einen günstigen Platz. Bei feuchtem Wetter wachsen Wicken besonders zügig. Noch vor Monatsmitte benötigen diese flinken Kletterer zum Halt ein Spalier.

Spätestens bis zum 15. des Monats sollten alle Dahlienknollen im Boden sein. Ratsam ist es, beim Vorbereiten der Beete reichlich Komposterde und etwas Volldünger mit in die Erde einzubringen. Denn ein nährstoffreicher Boden ist für das gute Gedeihen der Blumen ebenso wichtig wie ein sonniger Standort.

Buchtipp

Schleimige Nacktschnecken, die sich alles einverleiben, was grün und im Garten lieb und teuer ist, sind schon wieder in vielen Gärten aktiv. Das Buch "Schneckenalarm!" von Sofie Meys aus dem Pala-Verlag empfiehlt für dieses Problem nachhaltige Methoden aus der Naturgartenpraxis. Mit treffenden Cartoons bringt die Illustratorin Renate Alf das wahre Wesen der Schnecken auf den Punkt. Gärtnerin Meys ermutigt zur ganzheitlichen Sicht auf die ungeliebten Kriecher. Kaltblütiger Schneckenmord und giftige Mittel müssen nicht sein: Viel nachhaltiger wirken eine naturnahe Gartengestaltung und ein gutes biologisches Gleichgewicht. Leicht verständlich und praxisnah wird erklärt, wie man natürliche Fraßfeinde im Garten ansiedelt und anfällige Pflanzen stärkt. So gewappnet, können Hobbygärtner dem Schneckenproblem gelassen begegnen.

Service: Sofie Meys: Schneckenalarm! So machen Sie Ihren Garten

zur schneckenberuhigten Zone.

Pala-Verlag, Darmstadt, 2013

144 Seiten, Preis: 9,90 Euro, ISBN: 978-3-89566-322-2. (lu)

Bild: Siegfried Neumann
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