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Dämmen, begrünen, ein Klimagerät anschaffen: Das hilft gegen sommerliche Hitze im Haus. Doch es gibt auch Tipps, die sich schneller umsetzen lassen. Richtig lüften etwa. So geht's.
Ende der Woche könnten die Temperaturen auf über 30 Grad klettern. Und damit stellt sich für viele Menschen auch die Frage: Wie sorge ich ohne großen Aufwand für möglichst angenehme Temperaturen zu Hause?
Diese drei Tipps können helfen:
1. Hitze aussperren
Laut dem Informationsprogramm Zukunft Altbau kommt rund die Hälfte der gesamten Hitze, der sogenannte Wärmeeintrag, über die Fensterflächen ins Gebäude. Kein Wunder also, dass das Verschatten der Fenster von außen demnach auch "einer der wichtigsten Schritte" ist, um das Aufheizen des Hauses zu verhindern.
Möglich ist das etwa mit Außenjalousien, Rollläden, Markisen oder Klappläden. Am besten schließt man sie schon am frühen Morgen – bevor die ersten Sonnenstrahlen aufs Fenster treffen. Die Verbraucherzentralen raten Rollläden so zu schließen, dass die Licht- und Lüftungsschlitze geöffnet bleiben.
Sie haben weder Rollläden noch Klappläden oder anderen Sonnenschutz außen am Haus? Dann können Sie es auch mit innen liegenden Alternativen probieren: einfache Möglichkeiten dafür sind Rollos, Plissees, Lamellen und Faltstores. Sie sind zwar weniger effektiv als außen liegender Sonnenschutz, lassen sich aber leicht montieren.
Ein Tipp der Verbraucherzentralen: auf Systeme mit weißen oder reflektierenden Oberflächen mit geringer Transparenz setzen. Denn je höher die Reflexion ist, desto besser ist demnach der Schutz gegen Überhitzung.
2. Nachts lüften
Am besten lüften Sie an heißen Tagen vor allem dann besonders gründlich, wenn die Temperaturen draußen wieder niedriger sind als drinnen, also abends oder am frühen Morgen.
Ideal bei hohen Temperaturen im Sommer ist den Verbraucherzentralen zufolge die Nachtlüftung - und zwar mit weit offenem Fenster. Dann kann die gespeicherte Wärme mehrere Stunden lang aus dem Haus entweichen. Öffnet man Fenster auf verschiedenen Etagen, kann man den Kamineffekt zur Lüftung nutzen. Laut Zukunft Altbau ist auch Querlüften eine gute Idee: Dabei öffnet man gegenüberliegende Fenster gleichzeitig, so dass ein Durchzug entsteht.
3. Unnötig laufende Geräte ausschalten
Sie haben einen zweiten Kühlschrank, der eigentlich nur Getränke kalt halten soll, oder Ihr Fernseher ist im Dauerstandby-Modus? Dann heißt es jetzt: richtig Ausschalten!
Denn nicht nur die Sonne heizt Ihre Wohnung auf, so die Verbraucherzentralen. Auch elektrische Geräte produzieren im Dauerbetrieb Wärme. Ziehen Sie also den Stecker, falls Sie Geräte wie Computer, Fernseher, Kühlschrank, Gefriertruhe oder Lampen gerade oder für längere Zeit nicht nutzen – statt sie nur in den Standby-Modus zu schicken.
Die Verbraucherzentralen empfehlen außerdem die Heizung im Sommer komplett abzustellen, wenn das möglich ist, oder sie zumindest auf Sommerbetrieb umzuschalten. "Auch Heizungsrohre können gemein sein", so die Verbraucherschützer. (dpa)





