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Burger-Pattys: Veggie-Scheiben schlagen Fleisch-Bratlinge

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Was nehmen Sie für Ihren Hamburger? Stiftung Warentest hat sich durch Veggie- und Fleisch-Bratlinge gebissen. Dabei überzeugten die pflanzlichen Varianten in Bratnoten, Würze und Saftigkeit.

Berlin.

Ein perfekter Burger beginnt nicht bei den Brötchenhälften oder bei der Sauce, sondern beim Patty - so heißt der Bratling auf Englisch. Die Seele eines Burgers sollte nicht nur saftig, mit knuspriger Kruste, aromatisch und auf den Punkt gebraten sein, sondern auch mit Qualität überzeugen.

Wie die bei Fertig-Pattys aussieht, hat die Stiftung Warentest untersucht. Für ihre Zeitschrift (Ausgabe 6/2026) haben sich die Tester 20 Bratlinge aus dem Tiefkühl- sowie Frischware aus dem Kühlregal vorgeknöpft: 10 klassische Pattys aus Rindfleisch und 10 vegetarische Alternativen, etwa aus Sojabohnen oder Hülsenfrüchten wie Erbsen.

Von den 10 "guten" sind 7 Pattys pflanzlich

Das Ergebnis dürfte ein Fest für Burger-Fans sein, die die fleischlose Variante bevorzugen. Denn von den 10 für "gut" befundenen Pattys sind 7 pflanzlich, darunter auch die Testsieger: 

  • vegane Burger My Vay American Style von Aldi (gekühlt, 0,99 Euro/100 g)
  • Garden Gourmet Sensational Burger (gekühlt, 1,41 Euro/100 g)
  • Beyond Burger (tiefgekühlt, 1,77 Euro/100 g)

Zu letzteren schreibt die Stiftung Warentest: "Sie schmecken richtig spitze." Das Lob treffe aber auch auf den Testsieger aus dem Team Fleisch zu, den 

  • Rindfleisch-Pattys von Chef Select von Lidl (tiefgekühlt, 1,40 Euro pro 100 g).

Als Gründe für das bessere Abschneiden der fleischlosen Newcomer haben die Warentester folgende 3 Punkte ausgemacht:

  1. im Schnitt bringen sie nur halb so viel Fett mit wie die Fleisch-Originale und auch weniger Kalorien
  2. auch in puncto Bratnoten, Würze und Saftigkeit schneiden veganen Pattys besser ab 
  3. alle Veggie-Pattys schafften es ohne Beanstandungen durch die Keim- und Schadstoffprüfungen.

Auch in puncto Nachhaltigkeit sieht Stiftung Warentest Vorteile auf der Seite der Veggie-Bratlinge und hebt hervor: "Sie haben eine deutlich bessere Klimabilanz als Rindfleisch-Pattys. Hauptgrund: Die Rinderhaltung verursacht viele Treibhausgase."

Was die Tester an einzelnen Rindfleisch-Pattys störte 

Aber das ist im Test nicht der Grund für schlechteres Abschneiden. Die Tester bemängeln bei den Fleisch-Pattys zu viel Mittelmaß. Die am Ende der Haltbarkeitsfrist durchgeführte sensorische Prüfung bei den frischen gekühlten Pattys ließ teilweise Fehler erkennen - etwa im Geruch. Die Prüfer berichteten von milchsäuerlichen und dumpfen Noten, in einem Fall von Stallgeruch, der vermutlich von der Würzung herrühren könnte. 

Die tiefgekühlten Varianten schmeckten zwar, enthielten aber in einigen Fällen unerwünschte Keime, etwa Colibakterien oder antibiotikaresistente Keime. Betroffene Pattys kamen im Gesamturteil dennoch mit befriedigend weg, weil man die Keime durch vollständiges Erhitzen - so wie es auf der Packung geraten wird - unschädlich macht. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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