Frau mit Tulpenstrauß
Frau mit Tulpenstrauß Bild: Axel Heimken/dpa
Familie
Tricks und Tipps für einen schönen Tulpenstrauß

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Bonn (dpa/tmn) - Tulpen gehören nicht zu den Pflanzen, die sich wirklich lange in einer Vase halten. In der Regel schaffen sie es nur sieben bis zehn Tage. Aber Hobbygärtner können ein bisschen dazu beitragen, dass die Blüten nicht vorzeitig welken:

- Beim Kauf sollten Verbraucher darauf achten, dass sie nicht zu Schnittblumen greifen, die länger der Sonne oder dem Wind ausgesetzt waren. Darauf weist der Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn hin. Von welken oder abgebrochenen Blättern sowie von Schnittblumen aus Eimern ohne Wasser sollten sie die Finger lassen. Wer die Blumen mit dem Fahrrad nach Hause transportiert, sollte keine weiten Wege in der Sonne oder dem Wind haben. Die Stile werden am besten in feuchtes Papier eingeschlagen oder in Plastiktüten verpackt. Ist es ein warmer Tag, sollten die Blumen nicht im Kofferraum des Autos liegen.

- Wer die Blumen aus dem eigenen Garten holt, sollte sie laut aid optimalerweise ernten, wenn die Knospen deutlich Farbe zeigen. Geschnitten werden sie am besten am frühen Morgen. Denn dann sind die Blumen prall und alle Leitungsbahnen noch mit Wasser gefüllt.

- Nach der Ernte oder dem Kauf kommen die Schnittblumen am besten direkt ins Wasser und stehen für einige Stunden an einem kühlen und dunklen Ort. Dort können sie sich erholen. Würden die unteren Blätter im Wasser stehen, werden sie entfernt, so der aid.

- Das Stielende schneiden Verbraucher am besten zwei bis drei Zentimeter lang an. Der aid rät, das alle zwei bis drei Tage zu wiederholen, wenn kein Frischhaltemittel ins Wasser kommt. Die Schnittfläche wird am besten nicht mit den Fingern berührt. Das Blumenbüro in Düsseldorf weist darauf hin, dass die Stiele mit einem scharfen Messer gekürzt werden sollten. Eine Schere zerquetscht den Stiel. Die Stiele sollten nicht wie oft angenommen schräg angeschnitten werden, sondern gerade, erläutert das Blumenbüro weiter. Sonst vergrößere sich die Öffnung nur.

- Das Wasser alle zwei Tage wechseln und die Blumen neu anschneiden. Weiche Stiele, wie Tulpen sie haben, sollte nicht höher als zehn Zentimeter im Wasser stehen. So haben Mikroorganismen so wenig Angriffsfläche wie möglich.

- Am besten bekommen Tulpen ein Frischhaltemittel speziell für Zwiebelblumen. Allerdings gibt es das nicht überall, erläutert der aid. Dann gehe auch ein Universalmittel. Laut aid können viele der Mittel die Haltbarkeit um 20 bis 50 Prozent verbessern. Hausmittel wie der Zusatz von Kupfermünzen, Essig, Zucker oder Zitronensäure zum Wasser seien wirkungslos. Tulpenstiele sollten auch nicht wie oft geraten eingeritzt oder verbrannt werden, damit der Saft abläuft.

- Die Vasen sollten innen immer sauber sein. Denn Bakterien befallen sonst die Blumen und verstopfen die Leitungsbahnen. Metallvasen müssen innen beschichtet sein, oder sie bekommen einen Einsatz aus Plastik. Sonst lösen die Säurekomponenten von Frischhaltemitteln Ionen ab, die giftig für die Schnittblumen sind.

- Die Schnittblumen sollten nicht in der Nähe einer Obstschale stehen. Besonders Äpfel und Birnen sondern das Reifegas Ethylen ab, und die Tulpen welken daher schneller. Auch Zigarettenrauch schadet Schnittblumen.

- Tulpen mögen es nicht warm, erläutert das Blumenbüro. Wer sich die Mühe mache und die Vase jeden Abend in einen kühlen Raum stelle, hat folglich länger etwas von den Schnittblumen.


Tulpen wachsen in der Vase weiter

Düsseldorf (dpa/tmn) - Wenn Blumen geschnitten werden, sind sie tot. Aber Tulpen wachsen in der Vase trotzdem weiter. In wenigen Tagen können die Blütenstiele einige Zentimeter länger sein. Das liegt daran, dass Tulpen nicht wie der Mensch durch Zellteilung wachsen, erläutert das Blumenbüro in Düsseldorf. Statt weitere Zellen zu bilden, pumpen Tulpen ihre vorhandenen Zellen mit Wasser auf.

Das Wachstumshormon Auxin macht die Zellen flexibel und dehnbar. So kann eine Tulpe sich gut zehn Zentimeter in die Länge strecken. Diese Fähigkeit besitzen auch andere Pflanzen, unter anderem Gladiolen, Narzissen und die Amaryllis.

Wer nicht möchte, dass die Tulpen aus einem kompakten Strauß herauswachsen, sollte ihnen nur wenig Wasser in die Vase geben. Das Blumenbüro rät außerdem, die Stängel direkt unter den Blüten mit einer Nadel zu durchstoßen. (Simone Andrea Mayer/dpa)

 

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