Ab diesem Sommer können Touristen auf der Metrolinie 14 und an der Standseilbahn Montmartre und in vielen Pariser Bussen ihre Tickets direkt mit einer Bankkarte kaufen.
Ab diesem Sommer können Touristen auf der Metrolinie 14 und an der Standseilbahn Montmartre und in vielen Pariser Bussen ihre Tickets direkt mit einer Bankkarte kaufen. Bild: picture alliance / dpa
Reise
Fahrscheinkauf in Paris soll leichter werden

Freie Presse auf Google News folgen

Für die Fahrten mit Metro oder Bus brauchten Touristen in Paris eine App oder mussten sich eine aufladbare Plastikkarte kaufen. Künftig geht das vielerorts mit der Bankkarte - auch an der Sacré-Cœur.

Paris.

Touristen in Paris können bald auf ausgewählten Metrolinien ihre Fahrscheine direkt mit der Bankkarte zahlen. Das hat die Verkehrsgesellschaft Île de France Mobilités mitgeteilt. 

Den Anfang machen entsprechende Zahlterminals am Ausgang des Flughafens Orly im Süden der französischen Hauptstadt für die Linie 14 Richtung Zentrum ab 30. Juni. An der Standseilbahn Montmartre hinauf zur berühmten Basilika Sacré-Cœur soll es die Bezahloption ab 8. Juli geben. 

Weitere U-Bahn-Linien werden demnach in den nächsten Jahren aufgerüstet, bis 2030 soll es für das gesamte Schienennetz gelten.

In vielen Bussen in Paris und den inneren Vororten gibt es diese Ticketkauf-Option demnach schon, so die Verkehrsgesellschaft. Hier sollen alle Fahrzeuge bis Ende August ausgerüstet sein.

Einfache Bezahloption - mit Aufpreis 

Die Zahlung per Bahnkarte, die es ähnlich etwa auch in London für Busse und U-Bahnen gibt, ist eine Ergänzung zum Kauf von Fahrscheinen über die Île-de-France-Mobilités-App oder am Automaten, wo man sich Tickets auf Plastikkarte Navigo Easy (kostet einmalig zwei Euro) laden kann.

Im Vergleich zum Normalpreis sind die Tickets über die Bankkarte aber ein bisschen teurer: Für Busse und die Standseilbahn kommen 0,50 Cent Aufpreis dazu (2,55 statt 2,05 Euro), für Metrotickets 0,80 Cent (3,35 statt 2,55 Euro) und für Flughafentickets 0,80 Cent (14,80 statt 14 Euro). (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
Das könnte Sie auch interessieren
19:36 Uhr
2 min.
Jugendlicher stellt sich nach Schuss auf Polizisten
Jugendlicher stellt sich nach Schuss auf Polizisten - Nach den Schüssen auf einen Polizisten in Göttingen wurde nach dem mutmaßlichen Täter gesucht - nun hat sich der 16-Jährige der Polizei gestellt.
Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien wird in Göttingen ein Polizist schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter ist zunächst auf der Flucht - dann aber stellt er sich.
15.06.2026
4 min.
Mittelsachsen: Die Frau, die jeden Monat 8 Millionen Euro auszahlt
Mittelsachsen: Die Frau, die jeden Monat 8 Millionen Euro auszahlt - Anja Friedrich ist seit einem Jahr Geschäftsführerin des Jobcenters Mittelsachsen. Hier am Standort Mittweida.
Seit einem Jahr leitet Anja Friedrich (48) das Jobcenter Mittelsachsen. Im Interview spricht sie über Not und Betrug, Arbeit, Leistung und Sanktionen. Ein Thema macht ihr besonders Sorgen.
Cornelia Schönberg
19:30 Uhr
2 min.
Neue Brücke in Chemnitz eingehoben
Neue Brücke in Chemnitz eingehoben - 27 Meter lang und 27 Tonnen schwer: die neue Brücke an der Rößlerstraße.
Der Ersatzbau für eine marode Überführung im Stadtpark ist nahezu fertig. Was sich mit dem Neubau ändert.
Benjamin Lummer
22.05.2026
2 min.
Ausschreitungen vor Pokalfinale: 65 Festnahmen in Paris
Ausschreitungen vor Pokalfinale: 65 Festnahmen in Paris - Vor dem Pokalfinale in Paris ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen (Symbolbild).
Hooligans aus Nizza, Lille, Nancy und Saarbrücken liefern sich mit Pariser Ultras eine heftige Straßenschlacht. Einige sollen laut Bürgermeister Verbindungen zur rechtsextremen Szene gehabt haben.
23.05.2026
2 min.
Gewalt und Pyro: 35 Festnahmen nach Pokalfinale in Paris
Gewalt und Pyro: 35 Festnahmen nach Pokalfinale in Paris - Beim französischen Pokalfinale zündeten die Fans reichlich Pyrotechnik.
Pyrotechnik, Waffen, Schlägereien: Das Pokalfinale in Paris fordert die Polizei. Das ist passiert.
15.06.2026
4 min.
Keine drei Jahre in Betrieb: 10-Millionen-Euro-Windrad in Oberwiera wird wieder abgerissen
Keine drei Jahre in Betrieb: 10-Millionen-Euro-Windrad in Oberwiera wird wieder abgerissen - Blick nach Oberwiera: Hier dreht sich seit Dezember 2023 ein Windrad mit einer Nabenhöhe von 169 Metern.
In Oberwiera kommt es zu einem Novum: Hersteller und Betreiber reagieren auf die Lärmprobleme der erst 2023 errichteten Anlage. Bis wann der Rückbau abgeschlossen sein soll.
Holger Frenzel
Mehr Artikel