Ein verlängertes Wochenende und das Ende der Pfingstferien können laut Auto Club Europa für "Stau-Frust" sorgen - vor allem am Samstag und Sonntag und dann auf den Rückreiserouten im Süden Deutschlands.
Ein verlängertes Wochenende und das Ende der Pfingstferien können laut Auto Club Europa für "Stau-Frust" sorgen - vor allem am Samstag und Sonntag und dann auf den Rückreiserouten im Süden Deutschlands. Bild: dpa-infografik GmbH/dpa-tmn
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Fronleichnam verschiebt die Stauwellen

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Wegen des Feiertags verlagern sich die Staus in sechs Bundesländern in Richtung Wochenmitte. Wann es wo voll wird auf den Autobahnen und wieso am Wochenende im Süden noch einmal Geduld gefragt ist.

Berlin/München.

Im Westen und Süden Deutschlands droht wegen Fronleichnam erhöhte Staugefahr zur Wochenmitte, denn für mehr als die Hälfte der Bundesbürger gibt es damit die Aussicht auf ein verlängertes Wochenende. 

Die typischen Pendlerstaus vom Freitag verlagern sich in den betreffenden Bundesländern – NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg und Bayern – auf den Mittwoch, sagt der Auto Club Europa (ACE) voraus. Dazu kommen Kurzurlauber, die mittwochs aufbrechen. Darum muss man dann dort schon vielerorts mehr Zeit auf den Fernstraßen einplanen.

Der ADAC warnt: Der Mittwoch vor Fronleichnam gehörte in den vergangenen Jahren zu den staureichsten Tagen des Jahres und dürfte zumindest der staureichste Tag des langen Wochenendes werden.

Die Stauwellen verteilen sich

Die gute Nachricht für alle, die freitags unterwegs sind: Wer durch diese Bundesländer muss, dürfte besser als sonst durchkommen. Dafür ist in allen anderen Regionen mit den üblichen Pendlerstaus ab Nachmittag zu rechnen. 

Hohe Staugefahr bringen dann der Samstag und der Sonntag, und zwar besonders auf den Heimreiserouten von den Alpen in Richtung Norden – der Fokus liegt dabei auf Süddeutschland. Denn in Bayern und Baden-Württemberg enden die Pfingstferien, viele kehren deshalb aus dem Urlaub zurück.

Der Überblick auf Staustrecken am verlängerten Wochenende

In Deutschland erwarten der ACE und der ADAC in dem Zeitraum von Mittwoch bis Sonntag (3. bis 7. Juni) in den Großräumen Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Rhein-Neckar, Stuttgart und München sowie auf den folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):

A 1Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln
A 2Oberhausen – Dortmund – Hannover – Magdeburg – Berlin
A 3Linz – Passau – Würzburg – Frankfurt – Köln – Oberhausen – Arnheim
A 4Aachen – Köln – Olpe
A 5Frankfurt/Main – Karlsruhe – Basel
A 6Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
A 7Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel und Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
A 8Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – München – Salzburg
A 9München – Nürnberg – Berlin
A 10Berliner Ring
A 11 Berliner Ring – Kreuz Uckermark
A 12Berliner Ring – Frankfurt (Oder)
A 13Dresden – Schönefelder Kreuz
A 23Hamburg – Heide
A 24Pritzwalk – Berliner Ring
A 27Bremen – Bremerhaven
A 40Essen – Duisburg – Venlo
A 45Dortmund – Hagen – Gießen
A 59Düsseldorf – Köln – Bonn
A 61Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach
A 81Heilbronn – Stuttgart – Singen
A 93Kiefersfelden – Rosenheim
A 95München – Garmisch-Partenkirchen
A 96München – Lindau
A 99Autobahnring München

Auch in den Alpen ist Geduld gefragt

Wegen der Reiseströme drohen auch auf den Transitrouten im Alpenraum Staus. In Österreich sind laut dem ACE vor allem am Samstag Verzögerungen auf den Heimreiserouten wahrscheinlich – dazu zählen die Brennerautobahn (A 13) mit der Dauerbaustelle an der Luegbrücke, die Tauernautobahn (A 10) und der Fernpass (B 179).

Dazu kommt: Wegen der stichprobenhaften Einreisekontrollen an der deutschen Grenze kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) – zu Wartezeiten kommen.

Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Website der Asfinag ansehen.

In der Schweiz kann besonders auf der Gotthardautobahn (A 2) Geduld gefragt sein. Sind die Wartezeiten dort absehbar länger als eine Stunde, ist die Umfahrung über die San-Bernardino-Route (A 13) bedenkenswert. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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