Spielende Fußballroboter gibt es schon länger - doch auch im menschlichen Fußball könnten in den nächsten Jahren verstärkt Assistenzroboter Einzug halten. (Archiv)
Spielende Fußballroboter gibt es schon länger - doch auch im menschlichen Fußball könnten in den nächsten Jahren verstärkt Assistenzroboter Einzug halten. (Archiv) Bild: Universität Bonn/Autonome Intelligente Systeme/dpa
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Balldrohne und Ballroboter - Technik für die Fußball-Zukunft

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Ob Torlinientechnologie oder Video-Schiedsrichter - die Technik hat bei Fußball-Weltmeisterschaften längst Einzug gehalten. Doch das ist nicht das Ende der Fahnenstange.

München.

Bei der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft wird sich die Technologie auf dem Spielfeld wie gewohnt auf Torlinientechnologie und Videoassistent beschränken - doch bei künftigen Turnieren könnte das schon ganz anders aussehen. Wie das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) in München enthüllt, arbeiten Erfinder und Entwickler rund um den Globus an sehr viel weitergehenden Entwicklungen. Präsentiert werden die Entwicklungen von der Behörde in einer Online-Galerie.

Bei "Kollisionskurs" Drohne mit Fangsack 

Offenkundig militärisch inspiriert ist eine im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickelte Abfangdrohne, die das Publikum im Stadion vor Verletzungen durch scharf geschossene Bälle bewahren soll. In der Patentanmeldung heißt die Apparatur "Verfahren und Vorrichtung zum Schutz von Zuschauern vor einem schnell fliegenden Ball, insbesondere Fußball". 

Funktionieren soll diese mit Hilfe von Kameras und einem Sensor im Ball: "Wenn erkannt wird, dass die erfasste Ballbewegung auf einem Kollisionskurs erfolgt, wird eine Sackeintrittsöffnung eines den Ball aufnehmenden Ballfangsacks mit einem unbemannten Luftfahrzeug automatisch quer zu dem Kollisionskurs ausgerichtet und auf dem Kollisionskurs positioniert", heißt es in klassischem Juristenjargon in der Offenlegungsschrift der Patentanmeldung.

Roboter ersetzt Ballkind

Die chinesischen Erfinder Dong Junyan und Liu Yuhan haben sich Gedanken um Personalkosten und Effizienz auf dem Platz gemacht und wollen die seit Jahrzehnten üblichen Ballkinder am Spielfeldrand durch Ballpicking-Roboter ersetzen. "Diese Art des manuellen Aufnehmens der Bälle verbraucht viel Personal und erhöht die Personalkosten", heißt es in dem von den beiden Tüftlern angemeldeten Gebrauchsmuster. Die Roboter sollen Bälle nicht nur einsammeln, sondern den Spielern auch zuspielen können.

Digitaler Zähler entschärft Streitpotenzial, wer den Ball länger in der Luft hält

Datenauswertung aller Art von Blutzucker bis Laufleistung ist mittlerweile auch im Fußball üblich. Eine Erfinderin aus Velbert hat eine Zählvorrichtung entwickelt, die sowohl für Profis als auch für Kinder interessant sein könnte: Ein integrierter Sensor zählt automatisch mit, wenn ein Spieler mit dem Ball jongliert. Der Nutzen wäre demnach in mehrfacher Hinsicht positiv: "Verbessert die Motorik der Kinder und Erwachsenen, verbessert die Konzentration, verbessert das Gleichgewicht", schreibt die Entwicklerin. 

Neben den genannten Beispielen gibt es noch eine Fülle weiterer Fußball-Erfindungen: Bälle mit Bluetooth und WLAN-Anschluss, intelligente Schienbeinschützer oder auch ganz praktisch: verbesserte tragbare Tore und Sicherheitsschuhe mit Zehenschutz. (dpa)

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