Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio zückte im Eröffnungsspiel dreimal Rot.
Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio zückte im Eröffnungsspiel dreimal Rot. Bild: Tom Weller/dpa
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Dreimal Rot: Schiedsrichter bei WM-Eröffnung im Fokus

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Mexiko jubelt über einen verdienten Auftaktsieg. Doch nach dem ersten Spiel der WM steht der Schiedsrichter im Mittelpunkt.

Mexiko-Stadt.

Nach dem Eröffnungsspiel der Fußball-WM zwischen Mexiko und Südafrika stand vor allem Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio im Mittelpunkt. Der Brasilianer zeigte beim 2:0 des Co-Gastgebers gleich dreimal Rot - das hatte es in einem WM-Auftaktspiel zuvor noch nicht gegeben.

Letztmals hatte es vor 20 Jahren bei der Weltmeisterschaft in Deutschland so viele Platzverweise in einem Spiel gegeben. Im Achtelfinale zwischen Portugal und den Niederlanden mussten damals sogar vier Profis vorzeitig vom Feld. Bei der vergangenen WM in Katar hatte es im gesamten Turnier vier Platzverweise gegeben, davon nur eine Rote Karte.

Zweites Rot umstritten

Während der erste Platzverweis gegen den Südafrikaner Sphephelo Sithole in der 50. Minute ebenso berechtigt war wie Rot für Mexikos Cesar Montes in der Nachspielzeit, gab es um die Rote Karte für Südafrikas Themba Zwane wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit in der 84. Minute einige Diskussionen. Der Schiedsrichter hatte erst nach Sichtung der Fernsehbilder auf Rot entschieden.

"Ich glaube, es hätte dem Spiel gutgetan, wenn es nur eine Rote Karte gewesen wäre", sagte der ehemalige Schiedsrichter Patrick Ittrich als Experte bei MagentaTV. "Jetzt reden alle über den Schiedsrichter und das nach einem WM-Eröffnungsspiel. Das bleibt hängen, das ist schade."

Der frühere Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer pflichtete Ittrich im ZDF bei. "Der Schiri hat eigentlich einen sehr guten Blick. Wenn der Mexikaner direkt aufsteht - und das kann er, weil er hat ja überlebt - dann gibt der Schiedsrichter nicht Rot", sagte Kinhöfer. "In Realgeschwindigkeit und ohne die Schauspielerei des Gegners wäre es keine Rote Karte gewesen, auch wenn man es regeltechnisch vertreten kann." (dpa)

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