Blickt mit Sorge auf die Situation für ivorische Fans: Bernd Neuendorf. (Archivbild)
Blickt mit Sorge auf die Situation für ivorische Fans: Bernd Neuendorf. (Archivbild) Bild: Federico Gambarini/dpa
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Einreise-Ärger bei Ivorern: Neuendorf zeigt sich besorgt

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Die Einreisebestimmungen bleiben ein großes Thema dieser WM. Nun ist offenbar auch ein deutscher Gruppengegner betroffen. DFB-Präsident Bernd Neuendorf bezieht Stellung.

New York.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat besorgt auf Berichte reagiert, wonach Fans der Elfenbeinküste nicht zur Fußball-WM einreisen dürfen. "Wenn es so wäre, fände ich es grundsätzlich problematisch, wenn pauschal Menschen einfach abgewiesen werden als Gruppe. Das wäre ein Vorgang, der für meine Begriffe so nach nicht nachvollziehbar wäre", sagte der 64-Jährige bei einem Besuch des German House of Soccer in New York.

Neuendorf betonte, dass er nur davon gelesen habe und daher im Konjunktiv spreche. Zuvor hatte es Berichte gegeben, dass etliche Fans der Ivorer keine Visa erhalten hätten und ihr Team daher nicht in den USA unterstützen könnten. Die Elfenbeinküste ist Gegner der deutschen Mannschaft im zweiten Gruppenspiel am 20. Juni - allerdings im kanadischen Toronto. An diesem Sonntag spielen die Ivorer in Philadelphia (USA) gegen Ecuador.

Immer wieder Einreise-Ärger

Die Einreisebestimmungen in den USA sind ein großes Thema rund um diese WM. Für besonders viel Wirbel sorgte der Fall des 34 Jahre alten somalischen Schiedsrichters Omar Artan, der nicht ins Land durfte - wegen angeblicher Verbindungen zu einer Terrororganisation.

Man dürfe davon ausgehen, dass er sich "um diese Sachen kümmere", sagte DFB-Boss Neuendorf angesprochen auf den Umgang seines Verbands mit derartigen politischen Themen. Manchmal sei es aber besser, hinter den Kulissen und nicht über die Öffentlichkeit mit den Leuten zu reden, meinte er. "Das tue ich, das versuchen wir auch in dieser Frage." Weiter ins Detail ging er nicht.

Neuendorfs Lehre aus Katar-WM

Bei der WM 2022 in Katar hatten sich die deutschen Spieler vor der Auftaktpartie gegen Japan aus Protest gegen die FIFA eine Hand vor den Mund gehalten. Der Weltverband hatte ihnen zuvor verboten, mit einer Kapitänsbinde zu spielen, auf der "One Love" steht.

"Meine Lehre daraus ist, dass man solche Debatten möglichst aus so einem Turnier heraushalten muss", sagte Neuendorf rückblickend auf das Turnier vor vier Jahren. Sie würden die Mannschaft ablenken. Für ihn als Präsident gelte aber: "Wenn es Themen gibt, bin ich gerne bereit, sie zu beantworten." (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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