Erzgebirge Aue gewinnt im Sachsenpokal mit Ach und Krach

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Fußball-Drittligist FC Erzgebirge Aue hat gegen den FC Eilenburg die nächste Runde des Sachsenpokals erreicht. Die Veilchen hatten aber mehr Mühe als erwartet.

Eilenburg.

Der FC Erzgebirge Aue hat seine turbulenteste Woche der jüngeren Vereinsgeschichte erfolgreich beendet. Die Veilchen zogen am Sonntag mit einem 2:1-Sieg beim Oberligisten FC Eilenburg ins Achtelfinale des Sachsenpokals ein. Das Ergebnis war das Beste an diesem Spiel aus Auer Sicht. Überzeugend war der Auftritt des Drittliga-Letzten aber vor allem in der zweiten Spielhälfte nicht. "Mit der zweiten Halbzeit können wir nicht zufrieden sein. Wir haben viele Sachen nicht so umgesetzt, wie wir es uns vorgenommen hatten. Eilenburg war griffiger", sagte Interimstrainer Carsten Müller, der "einfach nur froh war, die nächste Runde erreicht zu haben."

Aue erwischte einen Traumstart und jubelte nach knapp 60 Sekunden. Maximilian Thiel drosch den Ball nach einem Freistoß im Nachschuss aus 15 Metern in die Maschen. "Goldwert", atmete der neue sportliche Berater, Mirko Reichel, im sonnigen Ilburg-Stadion durch. Das Blitztor spielte dem gebeutelten Drittliga-Schlusslicht natürlich in die Karten. Aue kontrollierte fortan das Geschehen, spielte den Oberliga-Zweiten aber keineswegs an die Wand. Eilenburg setzte Nadelstiche, mehr aber auch nicht. Aue-Keeper Martin Männel, der nach sechs Monaten Pause sein Comeback gab, musste nicht einmal ernsthaft zupacken. Die Veilchen hatten dagegen durch Tom Baumgart die Chance, auf 2:0 zu erhöhen. Der Rechtsaußen traf aber nur den Außenpfosten. Kurz danach zappelte der Ball dann im Netz. Aus abseitsverdächtiger Position startete Baumgart durch und ließ Andreas Naumann im Tor der Eilenburger keine Abwehrchance: 0:2 (29.). Der Favorit führte ohne zu glänzen - nutzte aber endlich seine Chancen.

Nach der Pause taute der Außenseiter auf, wurde mutiger und kam zu Abschlüssen. Aue verlor im Zentrum die Zweikämpfe und hatte Glück, dass Tim Bunge erst mit rechts und dann mit links scheiterte. Aue stand tief und lauerte nur noch auf Konter. Die Auer Bank wirkte nervös, Aue spürte: Ein Gegentor und es würde unnötig spannend.

Eilenburg machte weiter Dampf, hatte aber weder Glück noch Zielwasser. Die beste Chance versiebte Bunge, der herrlich freigespielt von Philipp Sauer noch abgeblockt wurde. Aue bekam nach vorn kaum noch etwas zustande. Einzig, wenn der eingewechselte Jonjic am Ball war, wurde es gefährlich. Nach einem Solo quer über den Rasen kam er noch zum Abschluss, Naumann lenkte den Ball an den Innenpfosten und fing ihn danach auf. Acht Minuten vor dem Ende jagte Jonjic die Kugel aussichtsreich drüber.

Der Oberligist blieb am Drücker, glaubte an das Tor und erzwang den Treffer in der 90. Minute. Adrian Jarosch traf aus dem Gewühl. Aue war zu diesem Zeitpunkt in Überzahl, weil Eilenburgs Toni Majetschak sich verletzt hatte und der Trainer nicht mehr wechseln konnte. Aue wirkte mausetot. Andreas Naumann, der Torhüter der Gastgeber, musste zerknirscht feststellen: "Wenn das Spiel noch ein paar Minuten länger geht, schaffen wir den Ausgleich. Wie wir Aue in der zweiten Hälfte bespielt haben, war großartig."

So zogen die Erzgebirger verdient, wenn am Ende auch mit einer Zitterpartie, in die nächste Runde ein. In der 3. Liga heißt am Freitag der nächste Gegner SV Meppen. Ob dann noch Carsten Müller als Trainer das Sagen hat, steht noch in den Sternen. Geht es nach Mirko Reichel, müsste erst ein Sportdirektor und dann ein Trainer kommen.

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