FSV Zwickau verhindert Heimniederlage gegen Bayern II in der Nachspielzeit

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Fußball-Drittligist FSV Zwickau holte beim 1:1 in letzter Sekunde einen Zähler, hielt damit die Münchner Reserve auf Distanz. Das Remis fühlte sich wie ein Sieg an.

Nicht immer gewinnt im Fußball die bessere Mannschaft: Der FSV Zwickau holte am Dienstag seinen 43. Punkt in der 3. Fußball-Liga. Und das in letzter Sekunde durch Abwehrmann Steffen Nkansah. 95 Minuten waren gespielt, als Schiri Wolfgang Haslberger abpfiff und die FSV-Spieler und Betreuer von der Bank auf den Rasen stürmten, sich in den Armen lagen. Die Bayern dagegen stapften wutentbrannt in die Kabine: Jann-Fiete Arp schimpfte unter anderen: "So ein blinder Haufen".

Doch der Reihe nach: "Wir erwarten einen sehr spielstarken Gegner. Sie haben in den letzten Wochen gute Leistungen gebracht, auch wenn das die Ergebnisse nicht zeigen", sagte Joe Enochs vor der Partie bei "Magentasport". Der FSV-Trainer setzte bis auf eine Ausnahme auf der linken Offensivseite (Felix Drinkuth für Nils Miatke) auf die Mannschaft vom vergangenen Samstag beim 0:0 in Magdeburg. Die letzten zwei Spiele gegen die kleinen Bayern hatte der FSV bereits verloren. Die Reserve des FCB besitzt mit knapp 21 Millionen Euro den höchsten Transferwert aller Drittligisten, Zwickau bildet mit 4,4 Millionen das Schlusslicht in dieser Wertung, die vor allem das Potenzial der Spieler darstellt. In der aktuellen Tabelle aber hat der FSV acht Punkte Vorsprung.

Ihr spielerisches Potenzial nutzten die Gäste in der ersten Halbzeit zunächst nicht zum Tor-Abschluss. Dagegen kamen die Zwickauer zu einigen guten Möglichkeiten. Besonders über die rechte Seite und Morris Schröter, der allerdings auch wieder einige Bälle verlor, drohte den Bayern Gefahr. Aber auch Drinkuth prüfte mit einem Distanzschuss Keeper Ron Thorben Hoffmann. Ausgerechnet als die Führung für den FSV nur noch eine Frage der Zeit schien, schlugen die Münchner mit der ersten Aktion im Zwickauer Torraum zu. Singh brauchte nach feinem Kombinationsspiel am Fünfmeterraum nur noch den Fuß hinhalten. Mit dem 0:1 ging es in die Kabine.

Nach Wiederanpfiff drängten die technisch beschlagenen Bayern auf die Entscheidung. Binnen weniger Minuten kamen sie zu Eckbällen und Torschüssen, ließen aber den letzten Biss im Torabschluss vermissen. Gut für die Hausherren, die sich nie aufgaben, aus dem Spiel heraus aber kaum zu Torchancen kamen. In der 75. Minute stellte Enochs auf einer Dreier-Abwehrkette um, brachte mit Lars Lokotsch den dritten Hünen vorn im Angriff neben Ronny König und dem bereits eingewechselten Dustin Willms. Doch der Treffer wollte und wollte nicht gelingen. Erst in der fünfminütigen Nachspielzeit, als sich Zwickaus Keeper Johannes Brinkies als Feldspieler einbrachte, gelang der umjubelte 1:1-Ausgleich.

Zuvor lief bei den Standardsituationen zu wenig zusammen. Bezeichnend für das Spiel war der Freistoß von Yannik Möker in der 85. Minute, der weit über dem Tor ins Aus zischte. Bereits am kommenden Samstag können es die Schwäne wieder besser machen. Dann steht die schwere Auswärtsaufgabe beim FC Ingolstadt an. Die Schanzer wollen nicht erneut in der Relegation um den Aufstieg spielen, sondern möglichst schon nach dem 38. Spieltag unter den ersten zwei Teams stehen. Entsprechend haben sie sicher nichts zu verschenken.

Statistik FSV: Brinkies - Stanic (75. Reinhardt), Nkansah, Frick, Coskun (V) - Schröter (57. Hauptmann), Könnecke (V/75. Reinhardt), Möker, Drinkuth (V) - König, Starke (66. Willms). FCB II: Hoffmann - Waidner, Che (V), Feldhahn, Lungwitz - Stiller (V) - Sieb (46. Günther), Singh (90.+1 Kühn), Rhein (71. Welzmüller), Oberlin (78. Jastremski) - Arp. SR.: Haslberger (St. Wolfgang); Tore: 0:1 Singh (35.), 1:1 Nkansah (90. +5).

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