Aue unterliegt Hamburger SV

Erzgebirge Aue lieferte dem Hamburger SV vor 16 000 Zuschauern einen großen Kampf, brachte sich durch zwei Fehler in der zweiten Halbzeit aber selbst um den Lohn.

Aue (dpa/sn) - Trotz einer guten kämpferischen Leistung hat sich Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue am Samstag Tabellenführer Hamburger SV mit 1:3 (1:1) geschlagen geben müssen. Pierre-Michel Lasogga (21.), Khaled Narey (63.) und Bakery Jatta (68.) erzielten vor 16 000 Zuschauern im ausverkauften Erzgebirgsstadion die Tore für den HSV. Clemens Fandrich hatte in der 23. Minute für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt.

«Wir haben 65 Minuten einen richtig guten Fight geliefert und mitgehalten. Wir haben gezeigt, dass wir Mentalität haben. Dann werden wir eiskalt bestraft und der HSV spielt es super runter», sagte Fandrich.

Die Gastgeber mussten mit Kapitän und Stammtorhüter Martin Männel (Knieverletzung) sowie Verteidiger Fabian Kalig (Gelb-Rot-Sperre) auf zwei Stammkräfte verzichten. Für das Duo rückten Schlussmann Daniel Haas und Malcolm Cacutalua in die Startelf. Außerdem ersetzte im Vergleich zum letzten Spiel beim 1. FC Heidenheim Dimitrij Nazarov im Sturm Emmanuel Iyoha, der zunächst auf der Bank saß.

Die Auer setzten ihre Ankündigung, sich nicht zu verstecken und mutig nach vorn spielen zu wollen, gleich in die Tat um. Calogero Rizzuto sorgte nach nur 41 Sekunden mit einem Schuss aus halbrechter Position für den ersten gefährlichen Abschluss der Partie. Der Ball flog knapp am linken Pfosten vorbei.

Die Hamburger erhöhten nach rund 20 Minuten das erste Mal das Tempo und gingen prompt in Führung. Khaled Narey startete auf der rechten Seite durch, passte maßgenau ins Zentrum, wo Lasogga den Ball zum 1:0 über die Linie grätschte. Doch die «Veilchen» hatten kurz darauf die passende Antwort parat. Eine Verwirrung an der Strafraumgrenze der Gäste nutzte Fandrich, der den Ball sehenswert in den rechten Winkel schlenzte und damit für den schnellen Ausgleich sorgte.

Der Treffer gab dem Meyer-Team wieder Sicherheit. Die Sachsen verwickelten den HSV in viele Zweikämpfe, so dass der Favorit Schwierigkeiten hatte, seine individuelle und spielerische Klasse auf den Platz zu bringen. Gefahr drohte den Auern vor der Pause nur noch bei einem Kopfball von Narey, der es fertig brachte, die Kugel freistehend aus zwei Metern nicht im Tor unterzubringen (40.).

Nach dem Seitenwechsel verteidigte der FC Erzgebirge bis zur 60. Minute weiterhin sehr leidenschaftlich, doch durch zwei krasse individuelle Fehler brachten sich die Auer selbst um den Lohn. Erst leistete sich Nicolai Rapp einen Fehlpass, wodurch der Ball bei Narey landete. Mit einem Schlenzer ins rechte obere Toreck sorgte der HSV-Flügelflitzer für das 2:1.

Beim dritten Gegentor durch den eingewechselten Jatta sah Haas, der ungestüm aus seinem Kasten herausstürzte, nicht gut aus. Danach passierte auf dem Rasen nicht mehr viel. Die Hamburger hatten keine Mühe, die sichere Führung ins Ziel zu bringen. «Ich bin ein bisschen niedergeschlagen, weil wir vernünftig gespielt haben. Aber darauf kann man aufbauen», meinte Fandrich.

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