Erzgebirge Aue knackt die 40-Punkte-Marke

Aue.

Der FC Erzgebirge Aue hat in der 2. Fußball-Bundesliga einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Die Veilchen gewannen am Sonntagnachmittag gegen den Karlsruher SC mit 1:0 (1:0). Dank des Heimsieges haben die Auer nun 41 Punkte auf dem Konto und bei noch vier verbleibenden Spieltagen elf Zähler Vorsprung auf Relegationsplatz 16.

FCE-Trainer Dirk Schuster nahm drei Veränderungen im Vergleich zum 0:3 vergangene Woche in Heidenheim vor: Tom Baumgart fiel wegen muskulärer Probleme aus, Dennis Kempe und Patrick Strauß mussten auf die Bank. Für das Trio liefen Clemens Fandrich, Sören Gonther und Dimitrij Nazarov von Beginn an auf. Der Coach entschied sich in der Abwehr für eine Viererkette. Pascal Testroet und Florian Krüger bildeten das Sturmduo. Dazwischen agierten Philipp Riese, Clemens Fandrich, Jan Hochscheidt und Dimitrij Nazarov in einer Mittelfeldraute.

Es war den Auern in den ersten Minuten anzusehen, dass diese Grundordnung bis dato selten angewandt wurde. Und dennoch stand es früh 1:0 für die Hausherren. Hochscheidt setzte sich auf der rechten Seite durch und gab die Kugel flach herein - und fand Krüger, der im Strafraum völlig allein den Ball annehmen und ins Netz schießen konnte (9.).

Anschließend entwickelte sich eine ausgeglichene Partie auf dem durchnässten Rasen des Erzgebirgsstadions. Das Geläuf und der anhaltende Regen dürften mit dafür verantwortlich gewesen sein, dass vor allem technische Unzulänglichkeiten das Spiel prägten. Die Karlsruher mühten sich um den Ausgleich, hatten mehr Ballbesitz. Torchancen waren Mangelware - auf beiden Seiten. Nach 16 Minuten musste Martin Männel den ersten und im erste Durchgang einzigen echten Arbeitsnachweis erbringen: Lukas Fröde prüfte den Auer Torwart aus der Distanz.

Kurz vor der Halbzeitpause hätte Fandrich aus dem Nichts erhöhen können: KSC-Innenverteidiger Daniel Gordon wollte die Kugel weit nach vorn schlagen, Testroet blockte den Ball und setzte Fandrich in Szene. Der Auer Mittelfeldspieler schoss jedoch über die Latte (45.).

Nach dem Wiederanpfiff änderte sich am Geschehen wenig: Der Regen prasselte, die Profis ackerten, nennenswerte Abschlüsse gab es jedoch lange nicht. Für die Gäste aus Baden war dies das größere Problem. KSC-Trainer Christian Eichner begann daher eine halbe Stunde vor Spielende damit, offensivere Akteure in die Partie zu bringen. Die erste Torchance des zweiten Durchgangs hatten jedoch die Erzgebirger. Der kurz zuvor eingewechselte Philipp Zulechner setzte sich im Strafraum durch und legte auf Testroet ab, der aber die Kugel nicht traf. Die Karlsruher konnten die Situation nicht klären, Nazarov zog ab und hämmerte den Ball an die Latte (75.).

So blieb es spannend. Die akut abstiegsbedrohten Gäste warfen in der Schlussphase alles nach vorn und in der 86. Minute zappelte der Ball im Auer Netz - doch der vermeintliche Torschütze Marco Djuricin stand ganz knapp im Abseits. In der Nachspielzeit hielt FCE-Keeper Männel den zweiten Sieg nach der Coronapause fest, als er einen Schuss von Marvin Wanitzek parierte.

Statistik:

Aue: Männel - Cacutalua, Gonther, Rasmussen, Rizzuto (73. Kempe) - Hochscheidt, Riese, Fandrich (V) - Nazarov (90. Samson) - Testroet (88. Daferner), Krüger (73. Zulechner).

Karlsruhe: Uphoff - Thiede (88. Groiß), Pisot, Gordon, Carlson (88. Roßbach) - Fröde (V/70. Fink) - Röser (62. Ben-Hatira/V), Wanitzek, Gondorf, Lorenz (62. Kother) - Djuricin.
SR.: Siebert (Berlin); Tor: 1:0 Krüger (9.).

1Kommentare

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  • 15
    4
    Lesemuffel
    07.06.2020

    Endlich, gerettet, 41 Punkte und noch Schützenhilfe für Dynamo Dresden.