So fiel das 3:2-Siegtor durch Felix Müller.
So fiel das 3:2-Siegtor durch Felix Müller. Foto: Picture Point
Chemnitzer FC
Dank Abschiedstoren: Chemnitzer FC gewinnt Westsachsen-Derby gegen den FSV Zwickau

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7362 Zuschauer, tolle Atmosphäre und am Ende jubelt der CFC. Zwei der drei Torschützen der Himmelblauen verlassen den Club.

Chemnitz.

3:2 (0:0) stand nach 90 Minuten an der Anzeigetafel hinter der Partie in der Fußball-Regionalliga zwischen dem Chemnitzer FC und dem FSV Zwickau. Zweimal holten die Gäste im Stadion an der Gellertstraße einen Rückstand auf. Doch Felix Müller entpuppte sich erneut als Mann der wichtigen Tore bei den Himmelblauen. Dem Verteidiger gelang in der 88. Minute das Siegtor. Der CFC sammelte damit in dieser Saison 32 Zähler im heimischen Stadion, während die Schwäne ihr Auswärtskonto mit 23 Punkten nicht aufstocken konnten. „Freie Presse“ liefert die Geschichten zum Spiel:

Verabschiedung und Startelf: Die Himmelblauen nutzen die letzte Saisonheimpartie, um neun Spieler vor dem Anpfiff zu verabschieden. Von den verabschiedeten Profis standen mit Keeper Daniel Adamczyk, Dario Gebuhr, Niclas Walther und Felix Müller vier in der Startelf. Beim FSV fehlte überraschend Defensivspezialist Joshua Putze, nach Vereinsangaben wegen Rückenproblemen.

Spielerprotest: Nach Anpfiff ruhte zunächst 30 Sekunden der Ball. Hintergrund der Aktion war, der geplanten Aufstiegsreform („Meister müssen aufsteigen“) Nachdruck zu verleihen. 77 Vereine unterstützen deutschlandweit das Bestreben, dass alle Regionalliga-Meister ohne Relegation in die 3. Liga aufsteigen dürfen. Favorisiert wird das sogenannte Kompassmodell. Der Spieltag stand zudem unter dem Motto „Fußballvereine gegen Krebs“. Entsprechend wurden im Stadion Spenden gesammelt.

Spielverlauf: In der ersten Halbzeit blieben Torchancen lange Zeit Mangelware. Der CFC störte früh, Zwickau stand aber in der Abwehr gut. In der 30. Minute kamen die Gäste zur ersten Top-Gelegenheit. Luca Prasse passte mustergültig in die Tiefe, Cemal Sezer lief allein auf CFC-Keeper Adamczyk zu, knallte das Leder aber an die Querlatte. Auch der CFC ließ sich nicht lumpen. Beim Kopfball von Jonas Marx musste sich FSV-Torwart Lucas Hiemann ziemlich strecken. Mit 0:0 ging es in die Kabine. Nach Wiederanpfiff klappte es dann auch mit Toren – und zwar reichlich: Zunächst donnerte Walther quasi als Abschiedsgeschenk mit seiner linken Klebe das Leder in den Winkel. Es war sein erstes Saisontor. Doch postwendend glich Prasse per abgefälschtem Schuss zum 1:1 aus. Chemnitz ging aber erneut in Führung. Tobias Stockinger war mit einem satten Distanzschuss erfolgreich. Wie beim 0:1 schien der Treffer nicht unhaltbar. Den 2:2-Ausgleich besorgte Marc-Philipp Zimmermann, der zu diesem Zeitpunkt nach seiner Einwechslung nicht einmal zwei Minuten auf dem Platz stand. Doch die Freude währte nur kurz: Felix Müller verabschiedete sich ebenso mit einem Tor von den Himmelblauen. Nach einer Ecke köpfte er zum 3:2-Endstand ein.

Jubiläum: Veron Dobruna bestritt sein 100. Pflichtspiel für die Rot-Weißen. Der linke Außenstürmer kam in der ersten Halbzeit zu keiner gefährlichen Aktion. CFC-Rechtsverteidiger Roman Eppendorfer hatte den Linksfuß aber gut in Griff. Auch in der zweiten Halbzeit fiel der Kosovare nicht sonderlich auf, außer bei einem Freistoß weit übers Tor.

CFC-Profi Domenico Alberico (links) und Luca Prasse im Zweikampf. Insgesamt ging das Derby fair über die Bühne.
CFC-Profi Domenico Alberico (links) und Luca Prasse im Zweikampf. Insgesamt ging das Derby fair über die Bühne. Foto: PICTURE POINT

Statistik

CFC: Adamczyk – Eppendorfer (V/67. Hempel), Gebuhr, F. Müller, Walther (V/85. Bochmann) – Baumgart (79. Mensah), Pistol, Stockinger (85. Damer) – Alberico - Bozic, Marx (V/67. Mergel).

FSV: Hiemann – Senkbeil, Fobassam, Ziemer, Sengersdorf (82. von Baer) – Möbius (69. Albert/V), Haubner (69. Zimmermann/V), Startsev, Dobruna – Prasse (88. Jacobi) – Sezer (69. Breitenbücher).

SR.: Markhoff (Rostock); Zuschauer: 7362; Tore: 1:0 Walther (53.), 1:1 Prasse (54.), 2:1 Stockinger (57.), 2:2 Zimmermann (71.), 3:2 F. Müller (88.).

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