Nathan Claxton (rechts) beim zwischenzeitlichen 3:0 für Erfurt. CFC-Torwart Daniel Adamczyk kann ebenso wie Julius Bochmann nur hinterherschauen.
Nathan Claxton (rechts) beim zwischenzeitlichen 3:0 für Erfurt. CFC-Torwart Daniel Adamczyk kann ebenso wie Julius Bochmann nur hinterherschauen. Foto: Roger Petzsche/PICTURE POINT
Chemnitzer FC
Desolat bei Standards – Chemnitzer FC verliert Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt

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In der Fußball-Regionalliga hat der CFC am Samstagnachmittag eine 0:4-Niederlage kassiert. Wie gegen Halle war die Messe bereits zur Pause gelesen.

Chemnitz.

„Es geht auf jeden Fall um diese maximale Konzentrationsfähigkeit als auch um die Konsequenz, um die Haltung: Ich verteidige meinen Gegenspieler, ich klebe an ihm dran“, hatte Benjamin Duda, der Trainer des Fußball-Regionalligisten Chemnitzer FC vor dem Heimspiel am Samstag gegen den FC Rot-Weiß Erfurt gesagt. Anlass waren fünf Gegentore nach Standards, die zu der 1:2-Niederlage bei Chemie Leipzig sowie dem 1:3 beim Halleschen FC geführt hatten. Die Mannschaft habe er danach in die Pflicht und die Verantwortung genommen, ließ er verlauten. Keine zwei Minuten waren gegen Erfurt am Samstag vor 6342 Zuschauern im Stadion an der Gellertstraße gespielt, da waren diese Worte nur noch Makulatur. Einen Freistoß der Erfurter aus gut 35 Metern von Marco Wolf verlängerte Romarjo Hajrulla mit dem Fuß zum 1:0 für die Gäste in die Maschen. Es war der Auftakt für eine deutliche 0:4-Niederlage der Himmelblauen.

Treffer zählen nur auf Erfurter Seite

Der CFC übernahm nach dem frühen Gegentor zwar die Spielkontrolle, doch bei den Standards blieben die Gastgeber offensiv glücklos und defensiv desolat. Einen Freistoß von Domenico Alberico köpfte CFC-Kapitän Tobias Müller zwar in die Maschen, doch wegen einer knappen Abseitsstellung zählte der vermeintliche Ausgleich nicht (8. Minute). Auf der Gegenseite erhöhte Falcao nach einem Freistoß zum 2:0 für Erfurt. Chemnitz gab zwar nicht auf, aber ein weiterer Kopfballtreffer von Müller nach einem Freistoß wurde wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen (22.). Danach hatte Domenico Alberico Glück, dass er nach einem harten Foul an Til Schwarz, der danach verletzt ausgewechselt werden musste, nur die gelbe Karte sah (23.). Mit einem Pfostenschuss sendete Jonas Marx nochmals ein Lebenszeichen für den CFC (33.). In der Folge wurden die Gäste wieder gefährlicher und netzten zweimal ein, doch beide Treffer zählten wegen Abseitsstellungen nicht. Ein weiterer schwach verteidigter Standard der Chemnitzer brachte in der 41. Minute dann schon die Vorentscheidung. Der für Schwarz eingewechselte Nathan Claxton wurde bei einer Freistoßflanke komplett frei gelassen und netzte zum 3:0 für Erfurt ein. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erhöhte Obed Ugondu – diesmal aus dem Spiel heraus – sogar auf 4:0 für die Rot-Weißen.

Blitztor nach Wiederanpfiff zurückgepfiffen

Nach der Pause hatte der CFC die nahezu perfekte Antwort auf den hohen Rückstand parat: Nach einer schönen Kombination traf Alberico keine 30 Sekunden nach Wiederanpfiff – doch wegen einer weiteren Abseitsstellung zählte der Treffer erneut nicht. Die Intensität blieb danach auf beiden Seiten hoch. Die Zweikämpfe wurden teils ruppig geführt. Zur Unruhe trug auch der nicht immer souverän wirkende Schiedsrichter Christoph Beblik bei. In der 64. Minute forderten die Chemnitzer nochmals vergeblich Elfmeter, ehe sich die Partie etwas beruhigte und vor sich hin plätscherte. In der 84. Minute musste sich CFC-Keeper Daniel Adamczyk nochmals langmachen, als Jonas Marx einen Ball per Kopf gefährlich auf das eigene Tor verlängerte. Da Adamczyk den Einschlag verhinderte, blieb es letztlich beim 0:4 aus Chemnitzer Sicht. Am Sonntag, den 22. März trifft der CFC in einem weiteren Heimspiel auf Carl Zeiss Jena. (ewer)

Statistik

CFC: Adamczyk – Baumgart, Gebuhr, Bochmann (45. F. Müller), Ekui – Eppendorfer (65. Hempel), Stockinger (45. Damer), T. Müller, Mergel (65. Biven), Alberico (78. Philipp) – Marx; Tore: 0:1 Hajrulla (2.), 0:2 Falcao (14.), 0:3 Claxton (41), 0:4 Ugondu (45.+3); Schiedsrichter: Beblik (Berlin); Zuschauer: 6342

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