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Dieses Spiel wird so schnell wohl keiner der Anwesenden vergessen. Schiedsrichter Rasmus Jessen musste es unterbrechen - weil er sich verletzt hatte. Sein Assistent und ein Mitglied der Security sprangen ein.
Der Chemnitzer FC hat in einem denkwürdigen und irren Punktspiel der Fußball-Regionalliga Nordost den 1. FC Lokomotive Leipzig 2:0 (1:0) bezwungen und damit eine eindrucksvolle Serie beendet. Mit dem FC Lokomotive (8 Tore) sowie dem CFC (9) standen sich die beiden Teams gegenüber, die vor dem Spieltag die wenigstens Gegentore in der Staffel kassiert hatten. Die Gastgeber warteten zudem mit einer weiteren Bestmarke auf. Als Spitzenreiter hatten sie bisher noch kein Spiel verloren. Der CFC zog unter diese Bilanz jetzt einen dicken Schlussstrich.
Chemnitz begann genau in der Aufstellung, die auch beim 1:0-Heimsieg gegen die VSG Altglienicke von Beginn an auf dem Rasen stand. Und diese Elf stand gleich mächtig unter Druck, denn Lok startete mit Volldampf. Der CFC überstand diese stürmische Anfangsphase und hatte in der 5. Minute durch Ephraim Eshele eine erste dicke Möglichkeit. Anschließend ging es intensiv weiter, auch wenn klare Chancen zunächst ausblieben. Beide Teams schenkten sich keinen Zentimeter und blieben kämpferisch nichts schuldig. Nach einer halben Stunde zog Alexander Siebeck aus der Distanz ab, doch sein Ball ging knapp am Chemnitzer Kasten vorbei. In der 35. Minute mussten die Himmelblauen einen personellen Rückschlag verkraften. Niclas Erlbeck humpelte nach einem Zweikampf mit Zak Piplica verletzt vom Feld. Er wurde durch Roman Eppendorfer ersetzt. Das Spiel hatte nach dieser Auswechslung gerade wieder begonnen, als der CFC einen Angriff startete und diesen durch Jong min Seo erfolgreich abschloss. Der Südkoreaner schaffte es, mit einem Doppeltunnel das Spielgerät zum 1:0 in den Lok-Schuppen zu befördern. Das spielerische Niveau der Begegnung nahm dann etwas ab, es blieb dennoch bis zum Pausenpfiff spannend.
Schiedsrichter verletzt sich
Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten die Gäste durch Seo eine ganz dicke Möglichkeit, doch er verfehlte das Tor mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze knapp. Kurz darauf zog Seo nochmals ab, scheiterte aber am Torwart.
Dann lag der Schiedsrichter flach. Offenbar hatte sich Rasmus Jessen an der Wade verletzt und musste behandelt werden. Daraufhin wurde das Spiel nach reichlich 55 Minuten unterbrochen und die Mannschaften in die Kabine gerufen. Nach mehr als 20 Minuten Pause ging es weiter. Als Unparteiischer agierte nun Toni Bauer, der bis dahin an der Linie stand. Neuer Assistent wurde der 18-Jährige Jordi Gartner vom SSV Motor Brand-Erbisdorf. Der junge Mann pfeift aktuell in der Sachsenklasse im Männerbereich und zählt zum Schiedsrichterteam des Fußball-Kreisverbandes Mittelsachsen. Er gehörte im Stadion zum Team des Sicherheitspersonals und konnte die Aufgabe deshalb vergleichsweise zügig übernehmen.
Viel Zeit, sich auf seine neue Rolle einzustellen, hatte Gartner nicht. Denn beide Teams drückten dann wieder auf das Gaspedal, auch wenn spielerische Glanzpunkte seltener wurden. In der Folgezeit bekam der Chemnitzer Torhüter Daniel Adamczyk merh Arbeit wurde aber seiner Stellenbeschreibung umfassend gerecht. Leipzig versuchte anschließend viel, konnte aber die himmelblaue Abwehr nicht knacken. Vielmehr machte der eingewechselte Wolter in der Nachspielzeit alles klar. (kbe)
Statistik
- Chemnitzer FC: Adamczyk - Reutter, Zickert, F. Müller, Lishek - Rücker, Erlbeck (35. Eppendorfer) - Damer, Mergel (86. Fischer) , Seo (86. Wolter) - Eshele (79.Malina)
- SR.: Rasmus Jessen (Berlin) , Tor: 0:1 Seo (36.),0:2 Wolter (90+7)





