Andrew Giuliani ist der WM-Beauftragte der USA. (Archivbild)
Andrew Giuliani ist der WM-Beauftragte der USA. (Archivbild) Bild: Mary Altaffer/AP/dpa
Fußball
Einreise-Streit mit Iran: USA bleiben bei harter Regelung

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Nach dem Remis gegen Neuseeland beklagen Irans Spieler die strikten US-Einreise-Regeln. Der WM-Beauftragte der Trump-Regierung bleibt jedoch bei der harten Linie und verweist auf klare Vorgaben.

Washington.

Die für die Fußball-WM zuständige Task-Force des Weißen Hauses wehrt sich gegen die Klagen des Irans über die Ein- und Ausreiseverpflichtungen. Irans Trainer und Spieler hatten sich nach dem 2:2 gegen Neuseeland darüber beschwert, noch am Abend zurück nach Mexiko reisen zu müssen und den Eindruck erweckt, mit einer Nacht in Kalifornien gerechnet zu haben. "Wir waren klar darin, dass das der Ablauf ist", sagte der WM-Beauftragte Andrew Giuliani am Tag nach der Partie.

Vor dem Turnier-Start hatte es noch geheißen, die Nationalspieler Irans dürften erst am Spieltag in die USA einreisen und müssten noch am gleichen Tag das Land wieder verlassen. Tatsächlich konnte das Team vor dem Auftakt gegen Neuseeland tags zuvor nach Los Angeles reisen - wenngleich mit deutlich mehr zeitlichem Aufwand, als für die mit der Strecke von Stuttgart nach München vergleichbaren Distanz zu erwarten wäre. Nach Angaben von Irans Kapitän Mehdi Taremi hatte die Reise mehr als fünf Stunden in Anspruch genommen. Zu den Gründen wollte er sich nach dem 2:2 nicht äußern.

Abreise direkt nach dem Spiel

Giuliani erklärte den Ablauf für die kommenden WM-Spiele des Iran. "Die Mannschaft wird einreisen dürfen (...) also am Tag vor dem Spiel. Sie wird aufgefordert werden, an dem Tag abzureisen, an dem das Spiel endet, also am Abend des Spieltags. Das wird sie in Los Angeles wieder tun können. Dasselbe wird sie auch in Seattle tun können."

Taremi hatte sich neben der raschen Abreise auch über fehlende Visa für Team-Mitglieder beschwert. So sei das Team in den USA ohne die Pressesprecher unterwegs gewesen. Giuliani ging nicht ins Detail, verwies aber auf die Aussagen von US-Außenminister Marco Rubio. Der habe klar gesagt, "jeder mit einer Verbindung zur IRGC (Anm.: der iranischen Revolutionsgarde) kommt nicht in die Vereinigten Staaten von Amerika und die WM wird nicht der Grund dafür sein, dass sie reinkommen dürfen".

Irans Spieler feiern ein Tor gegen Neuseeland.
Irans Spieler feiern ein Tor gegen Neuseeland. Bild: Mark J. Terrill/AP/dpa

Zur Problematik um Mehdi Torabi, dem zunächst nur ein Visum mit einmaliger Einreise ausgestellt worden war, sagte Giuliani: "Dieses Problem wurde gelöst. Sobald wir davon mitbekommen haben, haben wir darauf hingearbeitet, dass der Spieler an jeder Partie teilnehmen kann." Die Ungereimtheiten um das Visum seien inzwischen geklärt, hatte auch der iranische Verband mitgeteilt. (dpa)

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