Die Revanche ist geglückt: Die Veilchen haben nach dem verlorenen Finale vor sechs Monaten einen 1:0-Auswärtssieg eingefahren.
Jüngst hatte er nach monatelanger Verletzungspause bereits sein Comeback in der 3. Liga gegeben, im Sachsenpokal stand er nun erstmals wieder für seinen FC Erzgebirge Aue in der Startelf: Marcel Bär. Und er lieferte prompt gnadenlos ab. Im Achtelfinale gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig hatte er eine einzige Torchance – und diese nutzte er eiskalt. Als wäre er nie weg gewesen. Eine Flanke von Julian Günther-Schmidt verwandelte der Stürmer per Kopf und brachte damit den mit 1250 Veilchenfans gefüllten Gästeblock zum Beben. Der Stürmer brachte die Erzgebirger vier Minuten vor der Halbzeitpause in Führung und ebnete so den Weg für die Revanche des verlorenen Sachsenpokalfinales vor sechs Monaten.
Dieses hatte die Elf von Cheftrainer Jens Härtel an demselben Ort, das Bruno-Plache-Stadion in Leipzig-Probsthaida, mit 5:6 nach Elfmeterschießen verloren. Und so war es vollbracht, die Wiedergutmachung bei den eigenen Anhängern und das Begleichen der offenen Rechnung. Mehr Treffer nämlich gab es nicht in einem Spiel, bei dem die Leipziger letztlich in der zweiten Halbzeit das ein oder andere Mal am Ausgleichstor schnupperten. Aue steht im Viertelfinale. Das Ziel, wie Tags zuvor bei der Mitgliederversammlung mehrfach angesprochen, den Pokal endlich wieder ins Erzgebirge zu holen, lebt weiter.
Dennoch gab es auch einen Wermutstropfen. Julian Guttau, einer der wichtigsten Spieler der Veilchen, knickte in den Anfangsminuten böse um, verletzte sich am rechten Sprunggelenk und musste umgehend ausgewechselt werden. Wie lange der Offensivmann ausfallen wird, ist noch ungewiss. Günther-Schmidt kam jedenfalls für Guttau in die Partie und bereitete das Tor des Tages vor.
Auslosung am Donnerstag
Bei der Mitgliederversammlung sprach Sportgeschäftsführer Matthias Heidrich davon, dass im Fußball nur das nackte Ergebnis zählt. Ob der schwachen Leistung in der zweiten Halbzeit und des dennoch positiven Spielausgangs führte sich der Sportchef seiner Aussage vom Vortag bestätigt. „Fakten schaffen, weiterkommen, Donnerstag im Lostopf sein, darum ging es“, sagte Heidrich. „Die erste Halbzeit war in Ordnung, da haben wir uns als höherklassige Mannschaft präsentiert. Die zweite Halbzeit war nicht gut, da waren wir viel zu passiv. Am Ende haben wir es wegverteidigt, aber mehr eben auch nicht.“
Statistik
Lok: Naumann - Dombrova, von Piechowski, Wilton, Grözinger (78. Özturk) - Abderrahmane (V), Siebeck - Arcalean (83. Maier), Cevis (78. Zimmer), Adetula (78. Kang) - Maderer (70. Ziane)
Aue: Lord - Fallmann, Malone, Zobel, Seiffert (66. Seidel) - Majetschak, Uhlmann - Weinhauer (70. Ehlers, Guttau (9. Günther-Schmidt/83. Tashchy), Clausen - Bär (66. Schmid)
SR.: Näther (Neschwitz). Zuschauer: 8601. Tore: 0:1 Bär (41.)






