Aues Marvin Stefaniak (links) führt den Ball vor Viktoria-Verteidiger Patrick Koronkiewicz.
Aues Marvin Stefaniak (links) führt den Ball vor Viktoria-Verteidiger Patrick Koronkiewicz. Bild: Frank Kruczynski/Imago
FC Erzgebirge Aue
FC Erzgebirge Aue: Stefaniak merzt seinen Fehler selbst aus

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Nachdem Marvin Stefaniak einige Chancen liegen gelassen hatte, war der Siegtorschütze beim 2:1-Heimsieg des FC Erzgebirge gegen Viktoria Köln am Ende doch noch der Held.

Aue.

Marvin Stefaniak ging nach dem Heimsieg des FCE am 30. Spieltag der Dritten Liga kritisch mit sich um. Seine nicht verwerteten Chancen aus der ersten Halbzeit hatte er nicht vergessen. "Wir hatten in der ersten Hälfte - auch ich - gute Chancen, die wir nicht nutzen konnten. Es ist ein kleines Problem, dass wir mit unseren Chancen nicht hundertprozentig umgehen. Eigentlich müssen wir schon vor der Pause in Führung gehen." Einmal war der 29-Jährige zu uneigennützig, dann traf er eine falsche Entscheidung, wie er in der Mixed Zone nach dem Match bekannte: "Bei der ersten Chance muss ich selber schießen, da darf ich nicht rüber legen. Bei der zweiten muss ich Viktoria-Kapitän Schultz einfach ins Leere laufen lassen, als er grätscht. Einfach den Ball abkappen und dann in die lange Ecke schießen."

Wie es im Fußball oft passiert, ging dann der Gegner mit seiner ersten Chance in Führung. Den plötzlichen Rückstand mussten die Veilchen erst einmal verdauen, nachdem sie in den Anfangsminuten aus viel Ballbesitz keinen Profit hatten schlagen können. "Der Gegentreffer hat uns ein wenig zurückgeworfen. Aber dieses Jahr ist es echt gut, dass man merkt, dass wir ein Team sind und Rückschläge wegstecken können, dadurch sogar stärker werden", sagte Stefaniak. 15 Punkte holte der FCE nach eigenem Rückstand in dieser Saison bereits, gegen die Viktoria folgten weitere drei. "Wir wollten das, was wir zuvor in Saarbrücken gezeigt hatten, vergessen machen. Und das ist uns gelungen", sagte Stefaniak.

Gelungen ist es durch eine starke zweite Halbzeit der Mannschaft von Cheftrainer Pavel Dotchev, der zur Pause in der Kabine trotz des Rückstands ruhig geblieben war, wie Stefaniak verriet: "Laut geworden ist er nicht. Wir wussten, dass wir gut im Spiel sind. Wir haben uns keine Sorgen gemacht. Es hat heute zum erzgebirgischen Wetter gepasst, dass wir so zurückgekommen sind. Und, dass wir den Fans nach zwei Niederlagen in Folge wieder einen Sieg schenken konnten." Der Ausgleich im strömenden Regen gelang bereits in der 47. Minute. Boris Tashchys drittes Saisontor brachte den FCE zurück ins Spiel. Selbiger verpasste es kurz darauf, seine Mannschaft in Front zu schießen. Das gelang erst Stefaniak in der 68. Minute. Im Dauerregen erzielte er nach einer Flanke von der rechten Seite, getreten von Rechtsverteidiger Anthony Barylla, mit einem Kopfball aus kurzer Distanz den Siegtreffer. "Pavel hat mich ein bisschen kritisiert in den letzten Wochen. Er hat mir aufgetragen, dass ich, wenn Barylla oder jemand anderes auf dieser Position den Ball hat, als zweiter Stürmer fungieren und mehr einrücken soll. Das habe ich mir zu Herzen genommen und so ist mir das Tor gelungen", erklärte der Mittelfeldspieler. Stefaniak kommt damit in der laufenden Saison auf zehn Torbeteiligungen , die zweitmeisten nach Stürmer Marcel Bär.

Auch nach dem 2:1 gelang es dem FCE nicht, das Spiel mit einem dritten Treffer endgültig zu entscheiden. Die mangelnde Chancenverwertung wurde der Mannschaft in diesem Spiel aber nicht mehr zum Verhängnis. "Es ist gut für die Mannschaft, dass wir die drei Punkte hierbehalten konnten und dass ich meine Fehler aus der ersten Halbzeit wieder gutmachen konnte", sagte Stefaniak. 45 Punkte hat der FCE nun auf dem Konto. Zum dritten Platz sind es neun Zähler Abstand. In der Tabelle nach oben schaut Stefaniak aber nicht: "Die Gemüter sollen sich erst einmal beruhigen. Die drei Punkte waren schön und wichtig. Mal schauen, wo das uns noch hinführt."

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