Der FC Erzgebirge hat die sechste Niederlage im achten Rückrundenspiel kassiert. Beim TSV 1860 München verloren die Auer mit 1:2 (1:1). Ein Abwehrfehler sorgte für die nächste Pleite.
Der FC Erzgebirge Aue ist akut abstiegsgefährdet. Fünf Punkte fehlen dem Fußball-Drittligisten bereits zum rettenden Ufer. Nur Siege können den Kumpelverein noch in ruhiges Fahrwasser führen. Bleiben sie aus, droht der Abstieg in tiefere Gewässer – und das ausgerechnet im Jubiläumsjahr.
Beim TSV 1860 München sollte deshalb am Dienstagabend das ersehnte Erfolgserlebnis eingefahren werden. Doch daraus wurde nichts: Aue kassierte die sechste Niederlage im achten Rückrundenspiel und verpasste es damit, sich am Vorabend des 80. Vereinsgeburtstages selbst zu beschenken.
Aue spielt munter mit
Die Erzgebirger legten im Grünwalder Stadion einen schwungvollen Spielbeginn hin. Cheftrainer Christoph Dabrowski hatte zuletzt kein Geheimnis daraus gemacht, dass er von seiner Mannschaft erwartet, proaktiv loszulegen. Im Münchener Stadtteil Giesing bedeutete dies folgendes: In den Anfangsminuten spielte nur der FC Erzgebirge. Dies nützte nur nichts, denn 1860 war mit der allerersten Torchance prompt erfolgreich. Maximilian Wolfram verwandelte einen Abpraller, nachdem Martin Männel einen strammen Linksschuss von Ex-Bundesliga- und Ex-Champions-League-Profi Kevin Volland pariert hatte (7.).
Die Auer Antwort aber ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer abgefälschten Julian-Guttau-Hereingabe landete der Ball bei Torjäger Marcel Bär. Dieser ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte eiskalt zum Ausgleich (12.). Damit ging es letztlich auch in die Halbzeitpause – und das, weil auf der einen Seite Siemen Voet per Kopf an der Latte scheiterte (13.), auf der anderen Sechzig-Keeper Thomas Dähne mit einer Glanztat Bärs zweiten Treffer verhinderte (44.).
Aufwand bleibt unbelohnt
Das Vorhaben, in München den ersten Sieg des Jahres einzufahren, wurde kurz nach dem Seitenwechsel ungleich schwerer. Aue schlug in ein und derselben Aktion zwei Kerzen im eigenen Strafraum, Martin Männel verschätze sich zu allem Überfluss noch aufgrund des dichten Nebels – und über Umwege landete der Ball bei Sigurd Haugen, der nur noch ins leere Tor einzuköpfen brauchte: 2:1 (50.).
Nach einer viertelstündigen Nebelunterbrechung versuchte Aue dann alles, um noch etwas Zählbares mitzunehmen und kam zu guten Gelegenheiten. Doch der Ball wollte einfach nichts ins Tor. Wenngleich auch die Dabrowski-Elf alles hineinwarf: Aue bleibt im Jahr 2026 sieglos. (past)
Statistik
München: Dähne - Schifferl, Reinthaler (V), Voet - Danhof, Dordan, Jacobsen, Rittmüller (82. Lippmann) - Volland (82. Hobsch), Wolfram (67. Steinkötter) - Haugen (89. Niederlechner)
Aue: Männel - Fallmann (V), Malone (V), Uhlmann, Collins (V) - Simnica (81. Fabisch) - Guttau (81. Weinhauer), Günther-Schmidt (V/65. Ocansey), Stefaniak (74. Clausen) - Bär, Ehlers
SR: Bauer (Mainz). Zuschauer: 15.000. Tore: 1:0 Wolfram (7.), 1:1 Bär (12.), 2:1 Haugen (50.)





