Trinkpausen gehören bei der WM im Sommer zum Standard. (Archivbild)
Trinkpausen gehören bei der WM im Sommer zum Standard. (Archivbild) Bild: Sven Hoppe/dpa
Fußball
Hitzeprotokoll bei der WM: Experten kritisieren FIFA

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Wissenschaftler schlagen Alarm: Die aktuellen Hitzeschutz-Regeln der FIFA könnten Spieler bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko massiv gefährden.

London.

Eine Gruppe weltweit führender Wissenschaftler hat die FIFA davor gewarnt, dass ihre aktuellen Hitzeschutzmaßnahmen für die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer "unzureichend" seien. Das geht aus einem offenen Brief von 20 externen, internationalen Experten aus den Bereichen Gesundheit, Klima und Sportleistung hervor.

Demnach seien die Spieler dem Risiko schwerer gesundheitlicher Schäden ausgesetzt, da die Richtlinien des Fußball-Weltverbandes nicht dem aktuellen wissenschaftlichen Stand entsprächen. Sie fordern die FIFA auf, strengere Schutzmaßnahmen einzuführen, darunter längere Trinkpausen sowie klarere Protokolle für die Verzögerung oder Verschiebung von Spielen bei extremen Bedingungen.

Hitze könnte bei der Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko ein Thema werden. Die Forscher warnen davor, dass die Temperaturen in 14 der insgesamt 16 genutzten Stadien gefährliche Werte überschreiten könnten.

Reichen die FIFA-Maßnahmen?

Die FIFA hatte bereits Maßnahmen im Vorfeld ergriffen. So wurden verpflichtende, dreiminütige Trinkpausen in jeder Halbzeit eines jeden Spiels eingeführt – unabhängig von den jeweiligen Wetterbedingungen. Unter anderem werden bei allen Spielen, die im Freien stattfinden, klimatisierte Sitzbänke für den Betreuerstab und die Auswechselspieler bereitgestellt.

Die Maßnahmen gehen den Experten nicht weit genug. So wird unter anderem gefordert, Spiele bei Temperaturen von über 28 Grad zu verschieben, längere Kühlpausen von mindestens sechs Minuten einzuführen oder bessere Kühlungseinrichtungen für die Spieler bereitzustellen. (dpa)

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