Auch in der Arena kam während des Iran-Spiels gegen Neuseeland zu Protesten.
Auch in der Arena kam während des Iran-Spiels gegen Neuseeland zu Protesten. Bild: Mark J. Terrill/AP/dpa
Fußball
Laute Pfiffe während iranischer Nationalhymne

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Die WM-Partie des Iran gegen Neuseeland ist politische enorm aufgeladen. Das ist auch unmittelbar vor dem Anstoß im Stadion zu spüren.

Inglewood.

Während des Abspielens der iranischen Nationalhymne unmittelbar vor dem Anstoß des WM-Spiels gegen Neuseeland sind im Stadion laute Pfiffe zu hören gewesen. Die iranische Mannschaft stand geschlossen im Mittelkreis, die Spieler hielten sich jeweils die Hand auf die Brust. Wegen des Iran-Kriegs ist die Partie in Inglewood politisch stark aufgeladen, vor dem Stadion hatte es Protestbekundungen gegeben.

"Die Fußballmannschaft der terroristischen Islamischen Republik vertritt nicht die Menschen im Iran", war auf einem Schild vor der Arena zu lesen. Viele Menschen schwenkten - dann auch im Stadion - alte iranische Flaggen aus der Zeit vor der Islamischen Revolution. Die Stimmung war in Inglewood nahe Los Angeles friedlich, wie ein dpa-Reporter beobachtete.

Iranische WM-Teilnahme als Politikum 

Die WM-Teilnahme des Iran war lange fraglich. Die monatelange kriegerische Auseinandersetzung zwischen den USA und Israel auf der einen sowie dem Iran auf der anderen Seite hatte die WM-Teilnahme des Irans zum Politikum gemacht. Die Einigung auf die offizielle Unterzeichnung eines Rahmenabkommens an diesem Freitag zur Beilegung des Kriegs nährte zuletzt die Hoffnung auf Entspannung noch vor der Partie.

"Ich freue mich, hier die Menschen im Iran zu unterstützen, ich unterstütze nicht das Regime", sagte ein Fan vor dem Los Angeles Stadion der Deutschen Presse-Agentur. Erwartet wurden in der Arena viele iranische Fans, die in den USA oder anderen Ländern leben. Die Einreise unmittelbar aus dem Iran in die USA war praktisch nicht möglich. (dpa)

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