Niners verlieren ihr "Heimspiel" in Berlin

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Auch die großartige Unterstützung von mehr als 500 mitgereisten Fans hat nichts genützt: Die Basketballer verlieren beim Deutschen Meister mit 62:83 - und brauchen dringend einen neuen Spielmacher.

BerlinMinutenlang haben die Fans der Niners Chemnitz nach dem Bundesligaspiel ihrer Mannschaft auf den Rängen der Mercedes-Benz-Arena am Sonntagabend gefeiert. Sich selbst, weil sie endlich ihr
großes Spiel bekommen hatten, und in sehr großer Schar in die Hauptstadt gekommen waren. Und ihre Mannschaft, weil die sich beim Deutschen Meister Alba Berlin mit viel Leidenschaft wehrte und auch eine Halbzeit lang mithalten konnte. Am Ende reichte es aber nicht. Mit 62:83 (32:33) verloren die Chemnitzer deutlich.

Die Niners mussten dabei nicht nur auf den verletzten Point Guard Nelson Weidemann verzichten. Mit Gerald Robinson hat ein weiterer Spieler auf dieser wichtigen Position den Verein während der Länderspielpause verlassen. Er nutzte eine Ausstiegsklausel im Vertrag und ging zum italienischen Topclub Sassari. Damit blieb mit dem US-Amerikaner Frantz Massenat nur noch ein echter Spielmacher übrig - und das merkte man dem Spiel der Niners an. Es fehlte gegen die defensivstarken Berliner an Ideen und an überraschenden Momenten - und auch das Wurfglück. In der gesamten Partie kamen die Chemnitzer auf eine Trefferquote aus dem Feld von nur 45 Prozent.

In der ersten Halbzeit machte sich das aber noch gar nicht so sehr bemerkbar. Denn auch der Deutsche Meister, der zwei Tage zuvor in der Euro League gegen Mailand gewinnen konnte, brauchte lange, um ins Spiel zu finden. Und so stand es nach 20 nicht gerade ansehnlichen Minuten nur 33:32 für Alba.

In den zwei verbleibenden Vierteln aber zeigten die Berliner, wo der Albatros die Flügel hat. Sie trafen nun deutlich besser, hatten aber auch mehr Alternativen auf der Bank. Minute für Minute bauten sie ihren Vorsprung aus, während bei den Chemnitzern zusehends die Kräfte schwanden. Dass die Puste fehlte, bestätigte auch Kapitän Malte Ziegenhagen nach dem Spiel - das aber nicht, ohne noch einen Gruß an die Fans loszuwerden. "Das sind einfach die besten der Liga. Großartig, was sie hier gemacht haben."

Sein Trainer Rodrigo Pastore stimmte mit ein und sagte: "Die Fans haben gezeigt, dass die Niners in die BBL gehören. Sie haben lange auf diesen Tag gewartet. Und sie haben der ganzen Liga gezeigt, was es für uns bedeutet, gegen solch einen großen Verein wie Alba zu spielen." Zum Spiel selbst meinte Pastore, dass er sich erhofft hatte, dass seine Mannschaft nach der Halbzeitpause etwas länger dagegenhalten kann. Das jedoch hat an diesem Tag nicht hingehauen.

Für ihre Leistung entschuldigen mussten sich die Niners, die immerhin punktgleich mit den Berlinern als Tabellendritte angereist waren, aber keinesfalls. Vielmehr machte dieses Spiel deutlich, dass ganz dringend personell nachgelegt werden und Ersatz für den abgewanderten Robinson sowie den verletzten Weidemann gefunden werden muss. Mit dem US-Amerikaner Trent Lockett war ein Kandidat
bereits mit den Chemnitzern nach Berlin gereist. Ob er verpflichtet wird, entscheidet sich aber erst in den kommenden Tagen.

Niners: Susinskas (18), Richter (11), Mike (10), Massenat (7), Ziegenhagen (5), Wimberg (5), Atkins (4), Karacic (2), Gregori, Jocelyn.

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