Topfit gegen den Abstieg

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Wasserballer Stephan Roßner fühlt sich auch mit 41 bereit für kommende Aufgaben. Nach der Rückkehr von der Masters-EM in Rom, wo er mit dem Krefelder Team Fünfter wurde, läuft die Vorbereitung auf die Mission Klassenerhalt in der 1. Liga.

Plauen.

Wenn Stephan Roßner über Wasserball spricht, macht er das immer noch mit voller Begeisterung. Auch nach fast drei Jahrzehnten, die er diesen Sport betreibt. Mit seinen jetzt 41 Jahren ist er längst der "Oldie" im Team des SVV Plauen, das nach drei Jahren in die Deutsche Wasserball Liga (DWL) zurückgekehrt ist. Zuletzt ist er mit den Krefeld Masters bei der Masters-Europameisterschaft in Rom ins Wasser gestiegen, die am vergangenen Sonntag zu Ende ging. In der Altersklasse Ü 35 belegte das deutsche Team, für das die Krefelder auch geeignete Spieler aus Cannstatt, Duisburg und Berlin zusammengetrommelt hatten, den 5. Platz. Insgesamt spielten bei der EM über 70 Mannschaften aus ganz Europa, bei den Ü-35-Jährigen waren es (nur) acht, aber die kamen aus bekannten Top-Nationen wie Kroatien, Ungarn, Mazedonien und Spanien.

"Wir sind nicht optimal in das Turnier gestartet", berichtet Roßner, denn das erste Spiel gegen ein Team aus Kroatien ging mit einem Tor Unterschied verloren. Knackpunkt war dann der zweite Vergleich. In diesem führten die Deutschen gegen eine ungarische Mannschaft mit 5:0. "Aber dann musste nach einer umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidung unser Bester raus", sagt der Plauener. Am Ende stand es 5:5 und das deutsche Team hatte eine Sensation knapp verpasst. Auch wenn die letzte Vorrundenbegegnung noch gewonnen wurde, sollte es nicht mehr zum Einzug in die Final-Playoffs reichen. Ein Tor in einem der beiden ersten Spiele hatte gefehlt. In den Spielen um die Plätze 5 bis 8 gelangen dem Team um seinen Kapitän Stephan Roßner dann noch zwei Siege.

Für seine nächste Saison in der DWL sieht sich der langjährige Mannschaftsführer des SVV Plauen gut gerüstet: "Ich habe mich in Rom extrem gut gefühlt, hatte mich fit gemacht. Ich habe Optimalgewicht und mache Krafttraining", so Roßner. "Ich brauche irgendwie den Wasserball."

Sein Geld verdient Stephan Roßner seit etwa zwei Jahren nicht mehr als Fleischer, sondern als Fotograf, und hat damit ein Hobby zum Beruf gemacht. "Winkel und Blick" heißt Roßners Unternehmung, bei der er unter anderem Hochzeitsfotos, Porträts oder auch Tierfotografie anbietet. Die Kunden der Sparkasse Vogtland kennen seine Fotos, die den Jahreskalender 2022 schmücken.

Zurück zum Wasserball. Stephan Roßner freut sich auf die neue Saison, für die es aktuell immer noch keinen Spielplan gibt. "Hauptziel ist der Klassenerhalt", sagt der Routinier - und ist frohen Mutes, dass der zu schaffen ist. Zwei Zugänge soll es geben, der Rest der Aufstiegsmannschaft bleibt zusammen. Und er hofft wieder auf ein volles Plauener Stadtbad bei den Heimspielen: "Das ist ja das Geile bei uns: Jeder Gegner hat Angst vor dieser Kulisse. Und wir zählen auf jeden Zuschauer, weil wir die Unterstützung auch brauchen." Sorgen macht sich der Defensivspezialist, dass es auf Grund der Energiekrise eine "kalte Halle" geben könnte. Und gemeint ist damit natürlich die Wassertemperatur. "Es wurde ja jetzt schon etwas heruntergedreht. Uns macht das nichts aus, aber ich bin ja jetzt auch in der Nachwuchsarbeit aktiv - und die kleinen Kinder zittern jetzt schon ein wenig mehr...", sagt Roßner und spricht ausdrücklich davon, dass er da an alle Vereine und auch den Schulsport denkt. Mit der Stadt sei der SVV in Gesprächen. Denn für das Unternehmen Klassenerhalt gilt auch: "Wir brauchen Trainingszeiten, Trainingszeiten, Trainingszeiten!"

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