Becherwürfe in Richtung Gästemannschaft: Eispiraten rechnen mit Geldstrafe

Crimmitschau.

Der Eishockey-Zweitligist Eispiraten Crimmitschau muss wahrscheinlich eine Geldstrafe von 2000 Euro an die Deutsche Eishockey Liga 2 (DEL 2) überweisen. Damit rechnet Geschäftsführer Jörg Buschmann. Der Grund: Zuschauer haben nach den Heimspielen mehrfach Bierbecher in Richtung der Trainer oder Betreuer der Gästeteams geworfen.

Die Referees fertigten in der Saison 2019/20 bereits zwei Zusatzmeldungen - nach den Spielen gegen Bad Nauheim im September und gegen Kaufbeuren im November. Die beiden Vorfälle kosten jeweils 1000 Euro. Dabei war die erste Strafe zunächst zur Bewährung ausgesetzt, die nun widerrufen wird. "Wir wissen, dass bei weiteren Zwischenfällen die Geldstrafen deutlich nach oben gehen", sagt Jörg Buschmann.

Der Hintergrund: Nach den Spielen werfen die Fans der Eispiraten Crimmitschau die leeren Becher auf das Eis. Sie werden von Helfern der Faninitiative "Crimmitschauer Eishockey" eingesammelt. Der Pfandbetrag landet in einer Spendenbox - unter anderem für soziale Projekte und Vorhaben am Eishockey-Standort. "Die Becherwurf-Aktion ist eine gute Sache und wird von 99,9 Prozent der Fans korrekt umgesetzt. Wir weisen immer wieder darauf hin, dass die Becher erst geworfen werden dürfen, wenn die Schiedsrichter und die Gästemannschaften das Eis verlassen haben", sagt Buschmann. Ansonsten besteht die Gefahr, dass ein Teil des Geldes durch die Strafzahlungen aufgebraucht wird. (hof)

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