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Beim ersten Heimspiel-Besuch seiner kleinen Tochter: Sebastian Poppitz schießt HC-Team zum Sieg

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Der Handball-Oberligist aus Glauchau und Meerane hat in der Sachsenlandhalle das nächste Top-Team bezwungen. Neben dem Lob vom Trainer und dem Applaus der Fans gab es noch eine ganz besondere Belohnung.

Glauchau.

Das war ein Handballspiel mit einem perfekten Drehbuch: Als die 200 Zuschauer in der Sachsenlandhalle in Glauchau von ihren Plätzen aufgestanden waren und mit einem rhythmischen Klatschen den letzten Angriff ihres Teams begleiteten, versenkte Sebastian Poppitz den Ball mit einem Hüftwurf aus zentraler Position im Kasten der Gäste. Damit krönte der Rückraumspieler des Handball-Oberligisten HC Glauchau/Meerane am Samstagnachmittag seine starke Leistung beim 33:25 (16:11)-Heimsieg gegen den USV Halle.

"Wir waren gut auf den Gegner vorbereitet und haben über die gesamten 60 Minuten konzentriert agiert. Die gehaltenen Strafwürfe von Ludek Kylisek in der Anfangsphase waren ganz wichtig für die tolle Stimmung in der Sachsenlandhalle", sagte der 28-Jährige. Die Fans konnten auch etliche gelungene Aktionen von Sebastian Poppitz bejubeln.

Er holte in der 11. Minute einen Strafwurf heraus, den Christian Döhler zum 6:4 verwandeln konnte. Er bereitete mit einem guten Auge eine Aktion von Franz Schmidt auf der linken Seite und damit das Tor zum 7:5 in der 13. Minute vor. Und er traf immer wieder selbst - zum Beispiel mit einem abgefälschten Wurf in Unterzahl zum 15:9 in der 28. Minute. Trainer David Kylisek hat dem Torjäger eine "gute Leistung" attestiert. Im gleichen Atemzug rückt er allerdings die komplette Mannschaftsleistung in das Blickfeld. "Jeder hat einen Anteil am Sieg. Wichtig war, dass wir in der Abwehr besser als vor einer Woche in Naumburg standen", sagte der HC-Coach.

Sein Team erspielte sich am zehnten Spieltag einen Start-Ziel-Sieg. Ganz wichtig waren - wie bereits erwähnt - die Strafwurfparaden von Ludek Kylisek, der in der ersten Viertelstunde drei Versuche der Gäste vom Punkt parieren konnte. Das gab Selbstvertrauen und Sicherheit für die Teamkollegen. Sie ließen sich in der Folgezeit auch vom Versuch einer Manndeckung gegen Sebastian Poppitz und Vaclav Klimt nicht aus dem Konzept bringen. In der Phase trugen sich unter anderem Alexander Pfeil auf Linksaußen und Stefan Staude am Kreis in die Torschützenliste ein. So konnte der Vorsprung in der zweiten Hälfte zwischenzeitlich auf neun Tore ausgebaut werden.

Eine Leistung, für die es nicht nur Lob vom Trainer und Applaus von den Zuschauern gab. Sebastian Poppitz hat sich kurz nach der Partie über eine Schmuseeinheit mit Tochter Leonie gefreut. Sie ist knapp sechs Monate alt und war am Samstag zum ersten Mal bei einem HC-Heimspiel in der Sachsenlandhalle. Hat die Anwesenheit beim stolzen Papa für eine Extra-Motivation gesorgt? Sebastian Poppitz nickt: "Das ist auf jeden Fall ein gutes Gefühl."

Die Mannschaft aus Glauchau und Meerane rangiert mit 11:7 Punkten auf dem siebenten Platz. Sie hat nach der SG Pirna/Heidenau mit dem USV Halle, der auf dem zweiten Platz steht, schon das zweite Top-Team in der eigenen Halle bezwungen. Ergebnisse, von denen sich Sebastian Poppitz nicht blenden lässt: "Die Oberliga ist ausgeglichen. Es wird bis zum letzten Spieltag ganz eng zugehen." Dabei hat er sicher nicht über weitere perfekte Drehbücher - mit HC-Siegen vor den Augen seiner kleinen Leonie.

HC: Kylisek, Seidemann; Poppitz (7), Ludwig (1), Döhler (1), Rülke, Schmidt (1), Esche (1), Piller (2), Klimt (6), Zauber (5), S. Staude (4), Pfeil (5). Strafwürfe: HC 1/1, USV 8/4. Strafminuten: HC 4, USV 6.

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