Im Idealfall winkt der vorzeitige Titelgewinn

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Motorradrennfahrer Max Enderlein wünscht sich in Assen mehr Konstanz

Hohenstein-Ernstthal.

Motorrad- rennfahrer werden nur selten auf dem falschen Fuß erwischt. Wer beispielsweise in der Supersport-Klasse der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) auf einer Yamaha YZF-R6 mit einer Spitzengeschwindigkeit von über 250 km/h sitzt, der ist es schon aus Eigenschutz gewohnt, vorauszuschauen. Mit der Frage, ob die aktuelle Saison Erinnerungen an seinen IDM-Meistertitel von 2019 weckt, hatte Max Enderlein aus Hohenstein-Ernstthal aber nicht gerechnet. "Also eigentlich habe ich darüber noch gar nicht nachgedacht. Aber die Konstellation ist durchaus ähnlich und außer dem Red Bull Ring stehen noch die gleichen Strecken an", so der 25-Jährige.

2019 sicherte sich der Hohenstein-Ernstthaler im niederländischen Assen bereits eine Station vor dem Saisonfinale auf dem Hockenheimring die Meisterschaft. Für die Titelverteidigung nach dem Triumph 2018 war es immens wichtig - da er zu den letzten beiden Wertungsrennen in Hockenheim wegen seines dualen Studiums nicht antreten konnte. Auch jetzt steht am Wochenende Assen auf dem Programm des IDM-Rennkalenders. Rein theoretisch könnte sich Enderlein dort Titel Nummer 3 sichern. Allerdings nur dann, wenn sein schärfster Kontrahent Luca de Vleeschauwer kaum Punkte sammelt.

Der Belgier selbst wird eher darauf hoffen, die Lücke von 81 Punkten zu Enderlein etwas schließen zu können. Zum einen konnte der Hohenstein-Ernstthaler zuletzt wegen eines Infekts nur wenig trainieren. Zum anderen lag die niederländische Strecke dem 25-Jährigen in den vergangenen Jahren nicht besonders. "Im Training lief es meistens noch ganz gut, aber im Rennen dafür nicht mehr so. Da hat bei mir die Konstanz gefehlt und dort möchte ich ansetzen und mich verbessern", sagt Enderlein.

In den Griff bekommen hat der Hohenstein-Ernstthaler in dieser Saison bis dato seine Probleme mit dem sogenannten Armpump. Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Verhärtung des Unterarms, die im schlimmsten Fall dazu führt, dass der Fahrer nicht mehr richtig lenken kann. "Ich habe ein paar Dinge umgestellt und bis jetzt klappt es ganz gut", sagt Enderlein. Das Phänomen Armpump sei in den vergangenen Jahren auf der Strecke in Assen bei ihm aber häufiger aufgetreten. Ob es diesmal besser läuft? Eine Frage, die der Motorradrennfahrer mit Absicht aus dem Bewusstsein verdrängt: "Da möchte ich im Vorfeld gar nicht so viel drüber nachdenken. Sonst verliert man die Lockerheit und verkrampft erst recht."

Obwohl es gerade so gut läuft, kommt ein Gaststart in der Weltmeisterschaft in diesem Jahr nicht in Betracht. "Das ist nochmal ein anderes Kaliber und braucht mehr Vorbereitung", so der zweifache IDM-Meister. Aktuell fehle ihm dafür die Zeit, da er im September die Masterarbeit im Rahmen seines BWL-Studiums abgeben will.

Als weitere Westsachsen sind in der IDM neben Enderlein Paul Fröde, Moritz Jenkner (beide aus Hohenstein-Ernstthal) und Marvin Siebdrath (Wildenfels) aktiv. Als Debütant in der Königsklasse Superbike liegt Fröde aktuell auf Platz 21 des Gesamtklassements. Siebdrath liegt mit drei Zählern Rückstand auf dem Führenden Leo Rammerstorfer auf Rang 3 der Klasse Supersport 300. Jenkner startet im Pro Superstock Cup und liegt derzeit auf Position 4. Das Rennwochenende aus Assen wird im Livestream übertragen.

www.idm.de/live

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