Die Sportrichter des Weltverbands Fia müssen erneut über das Rennergebnis von Monaco entscheiden. (Archivbild)
Die Sportrichter des Weltverbands Fia müssen erneut über das Rennergebnis von Monaco entscheiden. (Archivbild) Bild: Eugene Hoshiko/AP/dpa
Formel 1
Nächster Einspruch: Streit um Formel-1-Ergebnis von Monaco

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Der Streit um das Rennergebnis des Formel-1-Gastspiels in Monte-Carlo geht weiter. Zwei Teams fechten das Urteil des Weltverbands an.

London.

Das Chaos um Tempoverstöße in der Boxengasse beim Formel-1-Rennen in Monaco hat ein weiteres Nachspiel vor den Sportrichtern. Die Rennställe McLaren und Red Bull haben gegen die nachträgliche Änderung des Rennergebnisses durch den Weltverband Fia Einspruch eingelegt. Das Fia-Urteil zugunsten von Alpine-Pilot Pierre Gasly, dessen Strafe am Grünen Tisch aufgehoben worden war, "birgt die Gefahr sportlicher Ungerechtigkeit und untergräbt das Vertrauen in die konsequente Anwendung des Fia-Sportreglements", erklärte McLaren sein Vorgehen. 

Beim WM-Lauf in Monte-Carlo hatte es eine Reihe von Zeitstrafen wegen überhöhter Geschwindigkeit in der Boxengasse gegeben. Später räumte die Fia aber Probleme bei der Zeitmessung ein. Alpine hatte eine Überprüfung verlangt, daraufhin hatte der Franzose Gasly wieder den dritten Platz zugesprochen bekommen. Anders als einige Konkurrenten hatte Gasly seine Strafe noch nicht während eines Reifenwechsels im Rennen verbüßt, daher war ein Einspruch möglich.

Red-Bull-Fahrer Isack Hadjar, der eigentlich als Dritter gewertet worden war, verlor den Podiumsplatz wieder. Sein Team hat den Pokal jedoch bislang nicht zurückgegeben und legte nun dem Fachportal "motorsport.com" zufolge ebenfalls Berufung gegen die Fia-Entscheidung ein. Bei McLaren war der Australier Oscar Piastri betroffen, der durch Gaslys Aufrücken von Platz vier auf Rang fünf rutschte und so zwei WM-Punkte verlor. 

Mercedes verlangt neue Überprüfung

McLaren argumentiert, dass die Teams bereits in Monte-Carlo von den Problemen bei der genauen Erfassung des Tempos in der Boxengasse gewusst hätten. Einige Rennställe hätten daher ihre Abläufe entsprechend angepasst und würden nun durch die Aufhebung der Strafe benachteiligt. "Wir sind der Ansicht, dass dieser Fall wichtige Fragen zur sportlichen Fairness, zur Konsistenz der Regelauslegung und zur Integrität des Wettbewerbs aufwirft", teilte das britische Weltmeister-Team mit.

Auch Mercedes will das Rennergebnis nicht tatenlos hinnehmen. Das Silberpfeil-Team lässt auf demselben sportjuristischen Weg wie zuvor Alpine die ursprüngliche Wertung vom Rennsonntag überprüfen. George Russell war wegen einer Durchfahrtstrafe in Monaco nur Zwölfter geworden. (dpa)

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