Kimi Antonelli (r) verpasst als Dritter die erste Startreihe.
Kimi Antonelli (r) verpasst als Dritter die erste Startreihe. Bild: David Davies/PA Wire/dpa
Formel 1
Antonelli vermisst das "richtige Gefühl" - Russell auf Pole

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In der Qualifikation zum Formel-1-Rennen in Spanien verpasst WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli die erste Startreihe. Nico Hülkenberg und Lewis Hamilton setzen Ausrufezeichen.

Barcelona.

Erstmals in dieser Saison hat WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli die erste Startreihe für ein Formel-1-Rennen verpasst. Der junge Italiener musste sich in einer packenden Qualifikation für den Grand Prix von Barcelona-Katalonien am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) mit Position drei begnügen. An der Spitze steht sein Mercedes-Teamkollege George Russell, der sich nach einem enttäuschenden zwölften Platz beim Großen Preis von Monaco vor knapp einer Woche bestens erholt zeigte und seine zehnte Karriere-Pole einfuhr.

Lewis Hamilton sprengte im Ferrari auf den letzten Drücker eine rein silberne erste Startreihe. Für den Rekordweltmeister aus England war Position zwei das beste Ergebnis seit seinem Wechsel von Mercedes zur Saison 2025.

Der überzeugendste Fahrer in Barcelona ist aber bisher Russell. In zwei von drei Trainings stand der Engländer ganz vorne. Und in der Startplatzjagd zeigte er sich ebenfalls nervenstark und rasant. Die perfekte Ouvertüre für seinen 100. Grand Prix mit Mercedes.

Antonellis "etwas schwieriges Wochenende" 

"Schön, wieder in den Rhythmus zu kommen", sagte Russell nach seiner dritten Pole in dieser Saison erleichtert und sprach von einem tollen Wochenende. "Morgen wird es ein interessantes Rennen, Lewis hat großartige Arbeit geleistet, um sich dort nach oben zu kämpfen. Ich bin mir sicher, dass es einen Kampf geben wird. Morgen wird es nicht einfach werden."

George Russell holt sich in Spanien die Pole Position.
George Russell holt sich in Spanien die Pole Position. Bild: Joan Monfort/AP/dpa

Mercedes-Teamchef Toto Wolff freut der Aufschwung von Russell. "Er ist zurück bei seinem Setup und versucht nicht mehr so viel von Kimi zu übernehmen, so wie er es seit dem Rennen in Miami gemacht hat", erläuterte der Österreicher.

Antonelli, Sieger der vergangenen fünf Grand Prix, konnte nicht ganz zufrieden sein. "Es war ein etwas schwieriges Wochenende, ich hatte nicht wirklich das richtige Gefühl für das Auto. Aber der Long Run gestern war stark, das ist also positiv", meinte der 19-Jährige. "Wir versuchen, einen guten Start hinzulegen und den Windschatten optimal zu nutzen." Platz drei muss daher keine schlechte Ausgangsposition sein.

Hülkenberg unter den Top Ten

Sein bestes Ergebnis bei der Startplatzjagd in dieser Saison feierte Nico Hülkenberg. Der Audi-Pilot schaffte es in die letzte K.o.-Runde und wurde Neunter. Er egalisierte damit das beste Qualifikationsergebnis in diesem Jahr für den deutschen Autobauer von Gabriel Bortoleto in Japan. "Ich bin zufrieden, das nehmen wir gerne mit", sagte Hülkenberg im TV-Sender Sky.

Ein Ausrufezeichen setzte auch Hamilton, der bei der Scuderia endlich angekommen ist. "Wir haben uns erstmal nicht ganz wohl gefühlt und waren nicht ganz auf der Höhe. Im dritten freien Training lag ich vier, fünf Zehntel zurück und dachte mir: Mensch, wo soll ich dieses Tempo hernehmen?", erzählte der 105-malige Grand-Prix-Sieger.

Zwischen dem dritten freien Training und dem Qualifying habe er dann "die Strecke verlassen, bin zurückgekommen und war in Q1 Erster. Die Jungs haben das super gemacht", sagte Hamilton.

Desaster für Leclerc 

Frustrierend verlief die Qualifikation für Lokalmatador Fernando Alonso. Der Asturier schied in seinem Aston Martin als Letzter schon in der ersten K.o.-Runde aus und sorgte unter den spanischen Formel-1-Fans für bittere Enttäuschung. "Wir müssen bis nach der Sommerpause warten und hoffen, dass wir dann in einer besseren Lage sind", sagte der 44-Jährige, dessen Zukunft über das Saisonende hinaus ungeklärt ist.

Ein Desaster erlebte auch Charles Leclerc. Der Monegasse verlor plötzlich die Kontrolle über seinen Ferrari. Er rutschte ausgangs von Kurve vier ins Kiesbett und schlug mit der Front gegen die Streckenbegrenzung. Leclerc konnte selbstständig aus seinem Rennwagen steigen, der letzte K.o.-Durchgang wurde für die Dauer der Bergung unterbrochen. Am Ende Platz zehn für ihn.

Antonelli führt die WM mit 66 Punkten Vorsprung auf Hamilton an. Der Mercedes-Fahrer hat bis auf den Auftakt in Australien alle Rennen in diesem Jahr gewonnen. (dpa)

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