Mohammed Ben Sulayem: Warum nicht noch ein wenig länger? (Archivbild)
Mohammed Ben Sulayem: Warum nicht noch ein wenig länger? (Archivbild) Bild: Bradley Collyer/PA Wire/dpa
Formel 1
Weltverbandschef will Amtszeitbeschränkung kippen

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Eigentlich bleibt der Präsident des Motorsport-Weltverbands höchstens zwölf Jahre im Amt. FIA-Boss Mohammed Ben Sulayem möchte die Beschränkung abschaffen. Nicht jeder findet das sinnvoll.

Paris.

Die Amtszeitbeschränkung für den Präsidenten des Motorsport-Weltverbands FIA soll fallen. Das ist der BBC zufolge zumindest der Wunsch des aktuellen Amtsinhabers Mohammed Ben Sulayem. Der umstrittene FIA-Präsident, an dem immer wieder Kritik wegen seiner Amtsführung laut wird, möchte die Statuten ändern. Dadurch könnte der frühere Rallye-Pilot aus den Vereinigten Arabischen Emiraten über die derzeit maximal möglichen zwölf Jahre im Amt hinaus Präsident bleiben.

Eine Periode dauert aktuell vier Jahre, der Präsident kann zweimal wiedergewählt werden. Über die geplante Statutenänderung soll bei der nächsten Generalversammlung der FIA im Juni in Macau diskutiert und abgestimmt werden. Ben Sulayems Vorstoß dürfte dann wohl auch durchgehen.

Kritik vom verhinderten Gegenkandidaten

"Es wurde ein Vorschlag unterbreitet, um in allen FIA-Gremien ein einheitliches Verfahren für die Amtszeit festzulegen, ähnlich wie es derzeit für die Welträte und den Senat gilt", zitierte die BBC einen FIA-Sprecher. "Der Vorschlag muss noch von den Welträten und der Generalversammlung genehmigt werden. Die FIA-Gremien behalten die volle Befugnis, ihre Amtsträger demokratisch zu wählen."

Ben Sulayems Vorgänger Jean Todt hatte die Amtszeitbeschränkung eingeführt. Der Franzose trat 2021 nach zwölf Jahren ab. Ben Sulayem wiederum wurde Ende 2025 ohne Gegenkandidaten wiedergewählt, was für viel Ärger gesorgt hatte. Im Kern ging es bei dem Zoff darum, eine vollständige Wahlliste einzureichen, was nur Ben Sulayem möglich war.

Tim Mayer, der eigentlich gegen den Funktionär aus Dubai antreten wollte, hält Amtszeitbeschränkungen für ein wichtiges Gut. "Sie sind eine grundlegende Garantie für eine gute Unternehmensführung und gelten als unverzichtbar, um Machtkonzentration zu verhindern, den Führungswechsel sicherzustellen und die Rechenschaftspflicht gegenüber denjenigen zu wahren, für deren Wohl eine Organisation besteht", erklärte der Brite. (dpa)

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