Rasende Rinder: Hier stoppt die Polizei vier Ausreißer nach ihrer Autobahn-Tour

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Ku(h)rioser Einsatz: Eine Rinderherde durchbrach im Vogtland den Zaun ihrer Weide und lief davon. Vier Tiere schafften es bis zur A72 - auf die Überholspur.

Treuen.

Treuen. Ein Gewitter hat eine Herde Rinder auf der Weide im Vogtland aufgeschreckt. Die Tiere durchbrachen die Umzäunung des Areals im Treuener Ortsteil Pfaffengrün und nahmen Reißaus, wie die Polizeidirektion Zwickau am Samstag mitteilte. Eine von insgesamt 26 Kühen konnte schnell in der Nähe eingefangen werden, der Rest lief am Freitagnachmittag ins etwa zwei Kilometer entfernte Nachbardorf Buchwald, wo ein Auto beschädigt wurde.

Die alarmierten Beamten ermittelten den Besitzer des Viehs, der den Großteil seiner Herde schließlich sicher nach Hause brachte. Vier ausgebüxte Jungrinder aber waren über Stunden auf Abwegen und sorgten in der Nacht für eine gut einstündige Sperrung der Autobahn A72 Chemnitz-Hof. Dort rannten sie "in flottem Tempo auf der linken Spur" Richtung Süden, wie ein Polizeisprecher sagte.

Ein Autofahrer alarmierte die Autobahnpolizei, die zunächst vergeblich versuchte, das rasende Quartett nach knapp zehn Kilometern zu stoppen. Beamte einer zweiten Streife sorgten dann mit rot-weißem Absperrband an der Ausfahrt Plauen-Ost für eine Art Ersatzweide, trieben die Kühe darauf, brachten sie zum Stehen und "hielten sie in Schach", bis der Besitzer sie abholte. (dpa)

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