Bienenseuche: Amerikanische Faulbrut im Vogtland ausgebrochen

Betroffen sind zwei Bienenstände in Oelsnitz und Oberhermsgrün.

Oelsnitz/Oberhermsgrün.

Die anzeigepflichtige Bienenseuche "Amerikanische Faulbrut" ist im Vogtlandkreis ausgebrochen. Das hat das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt festgestellt, wie das Landratsamt informiert. Es handele sich um zwei Fälle, so die Kreisbehörde. Die betroffenen Bienenstände befinden sich in Oberhermsgrün und Oelsnitz. Die Untersuchung des Bienenstandes geschah im Rahmen des amtlichen Monitorings für den Freistaat Sachsen. Es erstreckt sich auf die Jahre 2019 - 2022 über alle sächsischen Bienenhaltungen. Die amtliche Feststellung des Ausbruchs stützt sich in beiden Fällen auf Befundmitteilungen der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen mit einem hochgradigen Erregernachweis und ausgeprägten klinischen Veränderungen des Brutbildes (löchriges Brutbild, abgestorbene Brut, positive Streichholzprobe). Ein Zusammenhang zwischen den beiden Ausbruchsbeständen ist bislang nicht zu erkennen. Bisher gibt es auch keine gesicherten Erkenntnisse zu den Eintragsursachen. Sämtliche Bienenstände, die in den gebildeten Sperrbezirken liegen, wurden beprobt und untersucht. Das Landratsamt hat eine Allgemeinverfügung erlassen, um die Bienenseuche einzudämmen. Darin ist unter anderem ein Sperrbezirk von einem Kilometer Radius um einen Ausbruchsbestand festgelegt. So darf zum Beispiel niemand Bienen, Waben oder benutzte Gerätschaften vom Standort im Sperrbezirk entfernen - und auch keine Bienen in den Bezirk hineinbringen.  Der Honig, welcher von befallenen Völkern geerntet wird, darf vom Imker als Lebensmittel in den Verkehr gebracht werden. Der Verzehr des Honigs ist für den Menschen unbedenklich. (em)

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