Große Schritte auf dem Weg zum Sportcampus Klingenthal

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Die Erweiterung der Sporthalle auf dem Klingenthaler Amtsberg wird konkret. Derzeit stehen noch Garagen im Weg. Doch die große Linie für ein sachsenweit einmaliges Projekt steht.

Klingenthal.

Für die drei Millionen Euro teure Erweiterung der Dreifelder-Sporthalle am Schulzentrum am Klingenthaler Amtsberg müssen die Garagen am Wohnhaus Amtsberg 18 weichen. Das sagte Oberbürgermeister Thomas Hennig (CDU) in der Bürgerfragestunde des Stadtrates auf Anfrage von Gottfried Weller. Den Nutzern werden laut Hennig Alternativen angeboten.

Der Stadtrat hat den Bauantrag für die Erweiterung der 2007 eingeweihten Turnhalle in dieser Woche bestätigt. "Die Erweiterung ist dringend notwendig, die jetzige Halle platzt in normalen Zeiten fast aus den Nähten", sagt Hennig. Damit die Stadt aber auch bauen kann, muss Klingenthal komplett Eigentümer der Sporthalle und auch des Ski-Gymnasiums sein.

Rund 8,2 Millionen Euro hatten der Vogtlandkreis und die Stadt in das offiziell am 27. Oktober 2007 eröffnete Schulzentrum auf dem Amtsberg investiert, mit dem der Bildungsstandort Klingenthal langfristig gesichert werden soll. Entsprechende Anträge auf Übernahme beider Immobilien liegen beim Vogtlandkreis vor. Der Kreistag muss dem aber noch zustimmen.

Klingenthal würde dann nach mehr als zwei Jahrzehnten das Ski-Gymnasium wieder in die Trägerschaft der Stadt bekommen. Die Bildungsstätte war zum 1. Januar 2001 in Verantwortung des Vogtlandkreises übergegangen und wurde als Außenstelle des Julius-Mosen-Gymnasiums geführt. Das hatte seinerzeit finanzielle Hintergründe: "Gymnasien in der Trägerschaft der Landkreise bekommen wesentlich mehr Geld zur Verfügung gestellt als Gymnasien in Trägerschaft von Kommunen", hieß es.

Hennig geht davon aus, dass für den Erweiterungsbau der Sporthalle in diesem Jahr auf jeden Fall noch die Grundsteinlegung erfolgt. "Im günstigsten Fall schaffen wir sogar noch den Rohbau", schaut er voraus. Sorgen bereitet ihm allerdings die die derzeitige Aufwärtsentwicklung der Baupreise. Von den geplanten drei Millionen Baukosten sollen zwei Drittel als Fördermittel fließen, ein Drittel will die Stadt aus eigener Kasse finanzieren.

Zum Schuljahresbeginn 2022/23 soll es auf dem Amtsberg den "Sportcampus Klingenthal" geben. Das wäre dann für Sachsen ein nahezu einmaliges Projekt, dem das Kultusministerium mindestens zehn Jahre Bestand garantiert. Wie oft Thomas Hennig für dieses Vorhaben in Dresden vorgesprochen hat, ist nicht aufgelistet.

Zum Campus soll dann auch ein zentraler Hort gehören. Dazu liegt eine Grobplanung vor, wie der Oberbürgermeister in der Bürgerfragestunde des Stadtrates auf Nachfrage von Andrea Lazarus informierte. 1,5 Millionen sind dafür in dem vom Stadtrat im Vorjahr beschlossenen Entwicklungskonzept veranschlagt. Priorität, so Hennig, habe aber die Erweiterung der Sporthalle.

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