Schöneck kauft sechs Schneekanonen

Mit der neuen Technik will die Skiwelt konkurrenzfähig bleiben. Für Wintersportler gibt es indes Veränderungen.

Schöneck. Die Stadt Schöneck investiert erneut in die Skiwelt: Für rund 700.000 Euro soll im nächsten Jahr weitere Technik angeschafft werden. Geplant sind der Kauf von sechs Schneekanonen mit Aufständerung sowie eines neuen Pistenpflegegerätes für den Nordhang. Das soll mit Hilfe einer Winde den Hang gefahrlos präparieren. Außerdem ist es mit einem Zusatzgerät für Retter ausgestattet. In einem Grundsatzbeschluss hat der Stadtrat Schöneck am Dienstagabend beschlossen, für die Investition Fördermittel zu beantragen. 109.000 Euro zahlt die Stadt aus der eigenen Tasche.

Mit der neuen Technik will die Skiwelt Schöneck konkurrenzfähig bleiben. Die Winter werden milder, der Anspruch der Touristen steigt. Gibt es einen Wintereinbruch, müssen die Pisten innerhalb kürzester Zeit befahrbar sein. Das ist der Anspruch, dem Schöneck künftig besser gerecht werden will. Bereits im vergangenen Jahr wurden dafür die Voraussetzungen geschaffen. Unter anderem wurde eine neue Pumpenanlage installiert und dafür rund 300.000 Euro investiert. Auch ein Kühlturm für mehr Effizienz bei der Beschneiung soll in der Zukunft zum Einsatz kommen.

Seit Inbetriebnahme der Skiwelt vor elf Jahren wurde die Beschneiungstechnik sukzessive erweitert. Zu den damals vorhandenen elf Schneekanonen wurden zwischenzeitlich drei weitere und vier Beschneiungstürme angeschafft - als Leasing durch die städtische Tochter DLT, die die Skiwelt betreibt.

Die Eigenmittel für die geplante Investition will Schöneck aus einem Teil des Verkaufserlöses der kommunalen Wohnungen finanzieren, wie im Stadtrat informiert wurde. Das Geld aus dem Wohnungsverkauf - die Höhe wurde bislang nicht öffentlich genannt - soll der touristischen Entwicklung der Stadt zugute kommen. Dass davon einmal mehr die Skiwelt profitiert, kritisierte Stadtrat Jürgen Penzel. "Mein Verständnis war ein anderes", sagte er. Bürgermeisterin Isa Suplie (CDU) entgegnete: "Skiwelt und Bikewelt sind nun mal die größten Dinge, die wir haben."

Bereits zur aktuellen Saison gibt es einige Veränderungen für Wintersportler, wie im Stadtrat ebenfalls informiert wurde. So wird es in der Skiwelt den Funpark für Snowboarder in seiner alten Form nicht mehr geben. Er sei zu wenig genutzt worden, so die Bürgermeisterin. Allerdings würde zurzeit geprüft, ob einzelne Elemente nicht anderswo platziert werden könnten. Veränderungen gibt es auch für Skiläufer mit einem neuen zentralen Einstieg ins Loipennetz. Der war bislang in der Nähe des Sägewerks angesiedelt, was nicht wirklich funktioniert habe, so Suplie. Unter anderem gab es dort keine Parkplätze. Der Einstieg befindet sich jetzt am Kreisverkehr. Zudem wurde auch das Loipennetz gestrafft. Ein Vertreter der Bergwacht kritisierte dabei, nicht eingebunden gewesen zu sein - was die Bürgermeisterin zurückwies.

Perspektivisch soll auch ins Loipennetz investiert werden, kündigte Suplie an. Vor allem die Nachfrage nach Skating-Strecken steige. Dafür müssten die Loipen verbreitert werden - eine Frage des Geldes, wie die Bürgermeisterin deutlich machte. Auch der Forst müsse dafür mit ins Boot geholt werden.

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