Sie toben am liebsten im großen Gelände des Kinder- und Jugendhauses. Doch noch gibt es dort eine Menge zu tun. Es fehlen Spiel- und Sportgeräte.
Sie toben am liebsten im großen Gelände des Kinder- und Jugendhauses. Doch noch gibt es dort eine Menge zu tun. Es fehlen Spiel- und Sportgeräte. Bild: Ellen Liebner/Archiv
Oberes Vogtland
Wunsch: Trostloser Garten soll zur kleinen Sportanlage werden

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Das Kinder- und Jugendhaus der Awo ist seit fünf Jahren Laylas Zuhause. Der Außenbereich wirkt alles andere als einladend. Wie "Freie Presse"-Leser Abhilfe schaffen können.

Plauen.

Nein, der große Garten am Kinder- und Jugendhaus der Awo Vogtland, in dem Layla wohnt, ist bisher noch kein Freizeit-Paradies. Doch die Leser der "Freien Presse" können mit dafür sorgen, dass er bald etwas freundlicher wird.

Layla ist gern draußen, sie mag wie viele Teenager die Natur, besonders Tiere. "Ich hätte auch gern ein Haustier, aber die Auflagen in der Wohngruppen sind sehr streng", erklärt die 14-Jährige und zupft ihren Kapuzenpulli zurecht. Lange wollte sie deshalb Tierpflegerin werden. Seit Kurzem hat Layla einen neuen Berufswunsch: Bestatterin. Der Mix aus Fürsorge und kreativer Gestaltung, den der Job mit sich bringt, fasziniert sie. Darüber hat sie einiges auf Tiktok gesehen, einer Onlineplattform für Jugendliche.

Layla heißt eigentlich nicht Layla. Für den Bericht in der Zeitung durfte sich das Mädchen mit den rotblonden Haaren einen anderen Namen geben, um sich und ihre Familie zu schützen. Denn Laylas Familie hat viele Probleme - mit sich und mit dem Leben. Weil die Krisen überhandnahmen, kam Layla schon als kleines Kind in verschiedene Pflegefamilien. Es klappte in keiner. Mit acht Jahren zog sie ins Heim, in die Awo-Wohngruppe an der Straßberger Straße. Der Vater wollte Kontakt zu Layla halten, aber der Alkohol hielt ihn lange Zeit davon ab. Seit ein paar Jahren hat er das im Griff. Layla freut sich darüber, sie besucht ihn regelmäßig. Der Mutter fällt der Kontakt zur Tochter schwer. Jahrelang hörte Layla gar nichts von ihr. "Jetzt schreibe ich ihr immer mal über Whatsapp, manchmal antwortet sie und manchmal nicht", sagt Layla traurig, während sie am Band eines Schlüssels knibbelt, den sie in der Hand hält.

Traumatherapeutin Franca Mende-Reinhold kennt Laylas Familiengeschichte sehr gut. "Du stapfst wirklich mutig durch dein Leben", sagt sie. Ein Lächeln blitzt durch die blauen Augen des Mädchens. "Als Layla lange gar keine Bezugsperson außerhalb des Heims hatte, haben wir uns auf die Suche nach einer Patenoma gemacht und wurden bei einer Dame fündig, die sich unter anderem in den Plauener Weberhäusern engagiert." - "Dort bin ich gern, das ist immer schön", so Layla.

Auch in der Wohngruppe fühlt sich Layla inzwischen gut aufgehoben, erzählt sie. Gemeinsam mit zehn anderen Kindern und Jugendlichen bewohnt das Mädchen die erste Etage der Villa. Layla hat ein Zimmer für sich. "Das ist manchmal schön und manchmal nicht so. Ich habe ja selbst viele Halbgeschwister, da kümmere ich mich auch gern um die Jüngeren." Und wenn sie im Garten des Heims gemeinsam Fußball oder Basketball spielen, dann ist es oft Layla, die den Ball einfängt, wenn der über den Zaun gehüpft ist: "Letztens erst war ein Lkw schneller als ich, da war der Ball dann hin."

Das Außengelände des Heims, auf dem sich ein kleiner Sportplatz befindet, liegt erhöht an der Kreuzung Straßberger Straße und der viel befahrenen Trockentalstraße. Um einen Ball über den Zaun zu schlagen, braucht es von der Anhöhe aus nicht viel. Ein Ballfangkäfig ist dringend notwendig. Doch für die Errichtung eines solchen müssen Säulen in Beton gesetzt, Zaunfelder, Spannseile und Ballkörbe montiert und Normen eingehalten werden - zum Preis von rund 26.000 Euro. Das ist Geld, das der Awo-Kreisverband nicht hat.

Leser der "Freien Presse" können den Kindern und Jugendlichen helfen, sich den Wunsch von der kleinen, feinen Sportanlage zu erfüllen.

Weitere Informationen zur Aktion "Leser helfen" und das Spendenformular finden Sie hier

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