AfD hat ersten Bürgermeister in Sachsen

Ort im Vogtland verliert aber 2017 Eigenständigkeit

Reuth. Die Partei Alternative für Deutschland stellt in Sachsen ihren ersten Bürgermeister. Wie der AfD-Landesverband am Mittwoch in Dresden bekannt gab, wurde Ulrich Lupart (Foto), Bürgermeister der Gemeinde Reuth im Vogtland, in die Partei aufgenommen. Der 64-Jährige gelernte Heizungs- und Rohrleitungsmonteur, der heute auch zweiter stellvertretender Oberbürgermeister der Stadt Oelsnitz ist, war seit 1991 Mitglied der rechtskonservativen Kleinpartei Deutsche Soziale Union (DSU) und zehn Jahre lang ihr Landesvorsitzender. DSU und AfD sind sich im Vogtland sehr nah, sie bilden eine Fraktionsgemeinschaft im Kreistag. Den Parteienwechsel habe er sich gründlich überlegt, erklärte Lupart.

Die AfD wird ihren Bürgermeister indes bereits in wenigen Monaten wieder einbüßen. Im Frühjahr hatte Reuth, mit 985 Einwohnern eine der kleinsten Gemeinden in Sachsen, die Eingemeindung nach Weischlitz beschlossen. Der Zusammenschluss wird zum 1. Januar 2017 vollzogen. Offiziell endet Luparts Amtszeit bereits am 28. Oktober, für die Zwischenzeit wird ein Amtsverweser eingesetzt. Auch diesen Posten könnte Lupart besetzen. (oha/tb)

1818 Kommentare

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    gelöschter Nutzer
    01.08.2016

    Für wem setzt sich denn ein Herr Lupart ein, für ein kleines exponiertes Klientel in seinen Umfeld, dass im nutzt und das Klientel in den Sportvereinen, die in genügend Stimmen sichern. Da sag ich nur, @besorgter Bürger und @DerWundePunkt, lest doch einfach mal die Kommentare der Personen, die Herrn Lupart kennen und einschätzen wie er handelt und versucht die Meinung der Kritiker zu verstehen, denn das hilft ungemein.

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    1
    gelöschter Nutzer
    01.08.2016

    Lupart ist bestimmt kein einfacher Mensch, sondern hat Ecken und Kanten, an denen man sich schon ganz schön blaue Flecke holen kann. Ab er ändert zumindest nicht alle Umdrehungen des Sekundenzeigers seine Meinung und setzt sich für seine Bevölkerung ein. Schade ist nur, dass man als abhängig Beschäftigter die AfD eigentlich nicht wählen kann. Denn wer sich, mal abgesehen von der vollständig richtigen Einstellung zur irrsinnigen Asylpolitik der anderen Parteien (ausser NPD), das Parteiprogramm angesehen hat, der wird schnell feststellen, dass es Ansätze zum Urzeitkapitalismus enthält. Und auch das ist für mich nicht akzeptabel. Leider.

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    gelöschter Nutzer
    01.08.2016

    Ich kenne Herrn Lupert nicht. Ich kann mich daher auch nicht zu ihm äußern. Aber: Was soll die Aufregung? Sehen nicht viele Politiker ihren Vorteil? Der ehemalige Landrat von Mittelsachsen hatte einen Wechsel von SED nach CDU hingelegt - wo war die Empörung? Es gibt sicher viele weitere Beispiele in anderen Parteien.

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    gelöschter Nutzer
    29.07.2016

    612115: Wollen oder können sie nicht verstehen, um was es hier geht, erst behaupten sie ehrenamtliche Bürgermeister und Kommunalpolitiker machen alles ohne finanzielle Zuwendungen und nun verteidigen sie die Zuwendungen, die niemand den Kommunalpolitikern nicht gönnt, aber wer nur Posten sammelt um sich als Berufspolitiker sein Einkommen zu sichern und beim wegbrechen der Einnahmen, nun auf einen anderen Wagen aufspringt, der darf schon kritisiert werden oder durchschauen sie diese Taktik nicht und sind eine der Personen für die Herr Lupart seine Klientelpolitik betreibt, denn bei den Verkäufen von städtischen Garagengrundstücken an die Garagenbesitzer zu "Mondscheinpreisen" oder Enteignung, da hat man von Herrn Lupart und den anderen Stadtkönigen noch nicht gehört, was zum Wohle der Garagenbesitzer geht, denn in anderen Gemeinden in Sachsen, hat man die Grundstücke für einen symbolischen Wert an die Garagenbesitzer übergeben, da diese auch Bürger der Stadt oder Gemeinde sind oder hat alles erst einmal belassen wie es ist, da der Einigungsvertrag dies für Genossenschaften vorsieht und nicht für von mehreren Einzelpersonen genutztes städtischen Grund und Boden, hier wird einiges mal wieder ausgelegt wie man es gebraucht und da ist Herr Lupart als Rächer der Reichen und Extrawürste , einfach abgetaucht, denn da helfen keine Sonntagsreden und Sprüche, hier müsste mit Sachverstand Gesicht gezeigt werden und für den einfachen Bürger Partei ergriffen werden, denn die Garagengrundstücke, wo es noch genügend Garagenbesitzer der "alten Garde", ihren Nachkommen und Seilschaften gibt, die sind von Verkäufen erst einmal ausgenommen, na so was!

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    gelöschter Nutzer
    29.07.2016

    Hat sich Lupart wieder gerettet und die DSU dafür geopfert. Lupart macht nichts, was ihm nichts nutzt.

  • 3
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    612115
    29.07.2016

    Zum Glück bin ich noch nicht so politikverdrossen, dem Großteil der Politiker zu unterstellen, sich vorrangig wegen der überschaubaren Aufwandsentschädigungen wählen zu lassen. Die monatlich 1120 Euro, die Herrn Lupart als Bürgermeister von Reuth zustehen, dürften vor dem Hintergrund der vielfältigen Aufgaben als Ansprechpartner von Bürgern und Behörden und dem zeitlichen Aufwand in langatmigen Gremiensitzungen sicherlich kaum ausschlaggebend sein. Gemeckert ist immer schnell, aber selber engagieren würden sich trotz geringen Entschädigung sicher die wenigsten. Genausowenig kann man es jemandem zum Vorwurf machen, wenn er sich innerhalb der Partei und in anschließenden Wahlen in ein Parlament wählen lassen sollte. Nur durch aktive Beteiligung an der Demokratie kann diese funktionieren, diese Möglichkeit steht auch jedem anderen Deutschen offen.

  • 2
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    gelöschter Nutzer
    28.07.2016

    612115: Erst informieren und dann trillern, denn auch ehrenamtliche Bürgermeister erhalten eine Vergütung und Aufwandsendschädigung, genau so wie Stadträte und Kreisräte, wo Herr Lupart als Berufspolitiker sein Einkommen erzielt. Nun bricht einer der größeren finanziellen Posten weg und wie kommt man noch zu einer finanziellen Absicherung, natürlich als Abgeordneter in einen Länderparlament oder Bundestag und das die AfD in diese bei der nächsten Wahl einzieht ist doch sehr wahrscheinlich und somit ist Herr Luparet schnell, " auf den Wagen aufgesprungen", oder wird die DSU je in einen dieser Gremien vertreten sein, um noch einmal so richtig "Kasse zu machen" und sich zu profilieren, ohne Lösungen für das Gemeinwohl zu bringen, aber bestimmt welche für das eigene Klientel. Also wird doch bestimmt keiner abstreiten, dass die meisten Politiker ihr Handel nur aus finanzieller Absicherung und Profilierung tun, Ausnahmen bestätigen die Regel. Es gibt natürlich auch die Politiker, die Politik machen wollen, aber meist von der jeweiligen Partei gebremst werden oder aus fehlender Lebenserfahrung nur Plattitüden von sich geben. @612115, sie sind ja in dieser Sache gut informiert und können mir einmal erklären, wie und mit was Politiker solcher Konstellationen, in ihren Leben ihr Einkommen erzielen, doch nur mir Anhäufung von vielen ehrenamtlichen politischen Posten oder als Parlamentarier, wenn die politischen Pöstchen weniger werden und dies passiert bei Herrn Lupart, wenn Reuth eingemeindet wird.

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    612115
    28.07.2016

    @voigtsberger: Da Reuth nur 985 Einwohner hat, ist Herr Lupart dort als ehrenamtlicher Bürgermeister tätig. Ihre Unterstellungen von finanziellen Motiven gehen also ins Leere. Aber Sie können sicherlich noch etwas genauer ausführen, wie sich durch den Wechsel zur AfD ein finanzieller Vorteil ergeben sollte.

  • 2
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    gelöschter Nutzer
    28.07.2016

    Nun fällen in kürze die Einnahmen als Bürgermeister von Reuth weg und was macht der Selbstdarsteller Lupart dann, denn in Oelsnitz hat er außer Klientelpolitik und oft wirren Vorschlägen nichts zur Problemlösung und zum Wohle der meisten Bürger beigetragen. Auch hat doch die AfD schon genügend Populisten und was ist mit seiner DSU, wo er doch Gründer der Ortsgruppe war, springt er jetzt auf ein "neues Pferd" auf, dass ihm finanziell Absichert als Abgeordneten und seinem Ego dient. Bei den nächsten Wahlen, sollten sich die Wähler nicht nur an den Programmen der Parteien orientieren, sondern auch die Kandidaten unter die Lupe nehmen, denn wir gebrauchen Politiker mit Lösungen der Probleme im Land und nicht nur Selbstdarsteller!

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    prowin
    28.07.2016

    Es wird sich herausstellen, ob die Umorientierung des Bürgermeisters die Suche nach einer breiteren Basis mit mehr Bürgerverständnis für die neue Anhängerschaft ist oder nur die Eitelkeit und Arroganz der politischen Macht zum Tragen kommen wird.

  • 5
    7
    gelöschter Nutzer
    28.07.2016

    Es ist eben einer der sich nicht verbiegen läst.
    Gut so.

  • 9
    5
    gelöschter Nutzer
    27.07.2016

    @Schinnderhannes, das letzte was ich erwarten würde ist, das Sie AfD wählen, sie sind anderer Meinung und das ist ihr gutes Recht. Allerdings ist die AfD nicht verboten und dann gehört es zu einer demokratischen Grundeinstellung zu akzeptieren das die nen Bürgermeister stellen. Auserdem verstehe ich nicht wieso sie sich da aufregen, wenn der als Bürgermeister versagt ist das doch Wasser auf Ihre Mühlen.

  • 7
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    gelöschter Nutzer
    27.07.2016

    @ "BlackSheep":

    Weil ja auch gerade die AFD so eine demokratische, soziale sowie menschenfreundliche Partei ist...

  • 12
    7
    gelöschter Nutzer
    27.07.2016

    Hannsi, Demokratie heist andere Meinungen aushalten, Sie zeigen gerade wieder das Sie kein Demokrat sind.

  • 11
    8
    gelöschter Nutzer
    27.07.2016

    Seit einer Ewigkeit wieder Grund zur Freude und ein Funken Hoffnung für die Zukunft.
    Der Anfang ist gemacht.

  • 8
    14
    gelöschter Nutzer
    27.07.2016

    Ein ganz kleiner Hinweis ganz unten auf der letzten Seite rechts hätte auch gereicht.

  • 14
    10
    gelöschter Nutzer
    27.07.2016

    Alles Gute , Herr Lupart , viel Erfolg , der Anfang ist gemacht.
    Hoffentlich schaffen Sie es mit gutem Vorbild voran zu gehen.

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    16
    gelöschter Nutzer
    27.07.2016

    So kommt das Vogtland wenigstens mal wieder negativ auch in die Schlagzeilen der größeren Nachrichtenportale. Danke Herr Lupart für diesen köstlichen PR-Gag, denn mehr als das ist die ganze Nummer ja bei der absehbar sehr kurzen AfD-Bügermeisterschaft nun wirklich nicht...