Drei Verletzte bei Auseinandersetzung zwischen Lok Leipzig-Fans und Polizisten in Plauen

Nach dem Sachsenpokalspiel am Sonntag kam es am oberen Bahnhof zur Eskalation: Fans warfen mit Dosen und Flaschen, Beamte griffen zu Reizgas und Schlagstöcken.

Plauen.

Nach dem Spiel der Oberliga-Fußballer des VFC Plauen gegen den Regionalliga-Zweiten Lok Leipzig ist es am Sonntagnachmittag in Plauen zwischen Messestädtern und Bundespolizisten zu Auseinandersetzungen gekommen. Dabei wurden gegen 16.30 Uhr am oberen Bahnhof mehrere Personen verletzt. Wie die Bundespolizei mitteilt, weigerten sich nach dem Einzug des FC Lok ins Halbfinale einige der 76 abreisenden Fans, den Anweisungen der Einsatzkräfte zur "ordnungsgemäßen Abreise" zu folgen. Auf "Freie Presse"-Anfrage erklärte Eckhard Fiedler, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Klingenthal: "Der hintere Teil der Vogtlandbahn war für die Fans reserviert. Einige wollten aber partout in den vorderen Teil des Zuges einsteigen." Manche Fans seien stark alkoholisiert gewesen, so die Bundespolizei weiter, habe aggressiv reagiert und versucht, eine Absperrung zu durchbrechen. Bundespolizisten hätten "einfache körperliche Gewalt" angewendet, um dies zu verhindern. Daraufhin warfen die Fußballfans mit Flaschen und Dosen auf die Einsatzkräfte, die zu Reizgas und Schlagstöcken griffen. Nach ersten Erkenntnissen seien ein Bundespolizist und zwei Fußballfans verletzt worden, erklärte Fiedler weiter. Dass auch Steine geflogen seien, könne er nicht bestätigen. Der Zug wurde geräumt. Die Identität aller abreisenden Lok-Anhänger wurde festgestellt. Beamte stellten dabei zudem Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz fest und erstatteten Anzeige. Die Gäste reisten schließlich in Kleingruppen mit verschiedenen Zugverbindungen in den Abendstunden weiter Richtung Leipzig. Am Einsatz beteiligt waren rund 100 Polizisten der Bundespolizei und der Polizei des Landes Sachsen. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung. (em)

 

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