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Spielen auf Trümmern, in Ruinen und in verlassenen Straßenbahnwagen - das waren die „schönen Zeiten“ seiner Kindheit. Am Mittwoch liest Günter Scholz im Vogtlandmuseum Plauen aus seinem Buch.
Der Plauener Günter Scholz erinnert mit einer Lesung aus seinem soeben erschienenen Buch „Kindheit in schweren Zeiten“ am Mittwoch im Vogtlandmuseum daran, wie es war, am Ende des Zweiten Weltkrieges Kind zu sein. Der Autor wurde 1940 in Plauen geboren und wuchs in der Holbeinstraße nahe der damaligen Vomag auf. Der Maschinenbaubetrieb produzierte während des Krieges vor allem Panzer.
Im Buch, das die „Freie Presse“ vorgestellt hat, berichtet Scholz vom Leben unter dem Hakenkreuz mit Bomben und Bespitzelung, ebenso von Hunger, Kälte und Not in der Besatzungszeit. Er schildert auch die „schönen“ Seiten seiner Kindheit: Für seine Freunde und ihn wurden Trümmer und Ruinen zum Abenteuerspielplatz. Das Buch endet 1949 mit der dramatischen Flucht aus der sowjetischen Besatzungszone in den Westen.
Als promovierter Historiker, der heute in Böblingen lebt, ordnet Scholz seine bewegenden Erinnerungen zugleich in größere Zusammenhänge ein, doch im Kern bleiben sie ein persönlicher Blick auf die Stadt Plauen, die er bis heute im Herzen trägt.
Seine Lesung im Museum an der Nobelstraße beginnt 18 Uhr. Im Anschluss besteht Gelegenheit, Fragen zu stellen und Erinnerungen zu teilen. Der Eintritt ist frei, die Anzahl der Plätze jedoch begrenzt. (us)





