Plauener Rathaus-Mitarbeiter unterstützen Gesundheitsamt des Vogtlandkreises

Noch immer ist der Vogtlandkreis bundesweiter Hotspot Nummer 1. Um die Coronafälle abzuarbeiten, packen jetzt Mitarbeiter der Stadtverwaltung bei der Kreisbehörde mit an.

Plauen.

Bei der Bearbeitung der Coronafälle erhält das Landratsamt des Vogtlandkreises Hilfe aus dem Plauener Rathaus. Wie die Stadtverwaltung am Montag informierte, werden 24 städtische Angestellte das Corona-Ermittlerteam in der Gesundheitsbehörde des Vogtlandkreises unterstützen.

"Wir sind uns sicher, dass dieser Dienst am Bürger in der jetzigen Situation der wichtigste ist und wir alles daran setzen müssen, hier unsere Kollegen im Landratsamt bestmöglich zu unterstützen", erklärte Carola Blume-Brake, Personalleiterin des Rathauses. Die Anfrage, Personal zur Verfügung zu stellen, sei über den Sächsischen Städte- und Gemeindetag, Kreisverband Vogtland, erfolgt.

Das Rathaus unterstützt die Kreisbehörde mit 19 Vollzeit- und fünf Teilzeit-Mitarbeitern ab Mitte Januar. Vom 11. bis 15. Januar stehen für diese Mitarbeiter zunächst Schulungen an. "Gut die Hälfte der Kollegen kommt aus dem Bereich der Freizeitanlagen Plauen GmbH, die aktuell in Kurzarbeit sind. Da die Bäder nicht geöffnet sind, gab es dort Ressourcen. Alle anderen stammen aus verschiedenen Bereichen im Haus, wo die Mitarbeiter und ihre Vorgesetzten alles daran gesetzt haben, Möglichkeiten zu schaffen. Einzelne Aufgaben werden umverteilt oder aufgrund unterschiedlicher Einflüsse momentan vom Bürger nicht abgerufen", so Carola Blume-Brake.

Die Dauer und der tatsächliche Start des Einsatzes seien derzeit noch offen, die Stadt Plauen geht von "etwa einem viertel Jahr, also bis Ende März, aus". Die Personalkosten werden vom Landratsamt getragen.

Die Mitarbeiter im Rathaus oder in den Freizeitanlagen bleiben laut Stadtverwaltung an ihren gewohnten Arbeitsplätzen, diese werden angepasst und für die neue Tätigkeit eingerichtet.

Mit einer Inzidenz von 631,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche (Datenstand: 4. Januar, 0 Uhr) ist der Vogtlandkreis laut Robert-Koch-Institut bundesweit noch immer Spitzenreiter im Landkreis-Vergleich. Aufgrund vieler Neuinfektionen und einer Reihe erkrankter Mitarbeiter im Gesundheitsamt hatte es vor Weihnachten einen erheblichen Fall-Bearbeitungsrückstau gegeben. Landrat Rolf Keil (CDU) steht seitdem parteiübergreifend für sein Krisenmanagement und seine Kommunikationspolitik in der Kritik. (nd)

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    FiliMultin
    04.01.2021

    Ernsthafte Frage: Warum muss eine Anfrage nach Unterstützung über den Sächsischen Städte-und Gemeindetag laufen? Kann der Landrat nicht selbst bei „seinem“ kreiseigenem Plauener Oberbürgermeister nachfragen?