Politiker würdigen Rolle von Plauen im Herbst 1989

Festveranstaltung im Vogtlandtheater zum 30. Jubiläum des Mauerfalls

Plauen.

Bei einer Festveranstaltung am Samstagabend im Vogtland-Theater Plauen ist an den Bürgermut 1989 in Plauen und die besondere Rolle der Stadt erinnert worden. Ebenso erinnerten die Redner an die positive Haltung und herzliche Erinnerungskultur der oberfränkischen Nachbarstadt Hof.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sprach von "unglaublich mutigen Menschen, die im Herbst 1989 durch ihren ganz persönlichen Einsatz die Freiheit erkämpft und die Mauer zum Einsturz gebracht haben. Wir sind jeden Tag dankbar dafür". Die Plauener waren "damals als erste zu Massenprotesten auf die Straße gegangen", sagte er.

An der gemeinsamen Veranstaltung, die von den Partnerstädten Plauen und Hof und dem Freistaat Sachsen ausgerichtet wurde, nahmen auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU), die Oberbürgermeister beider Städte, Ralf Oberdorfer (FDP) und Harald Fichtner (CSU), sowie der ehemalige Hofer OB Dieter Döhla (SPD) teil.

Kretschmer wurde ebenso im proppevollen Theater mit Beifall bedacht wie Bundesinnenminister Seehofer. Der Innenminister gab in einer Liveschaltung nach Hof zugleich den Startschuss für einen Gesprächsmarathon zum 9. November.
Der emotionale Höhepunkt der mit unterhaltsamen Zeitzeugengesprächen und Musik untermalten Festveranstaltung ergab sich während einer Laser-Präsentation, die Plauen 1989 im Zeitraffer darstellte. Als in der Präsentation die Ansprache des damaligen Superintendenten Thomas Küttler am 7. Oktober 1989 dargestellt wurde, brandete spontaner Beifall auf. Küttler, der als Schlüssel für den gewaltfreien Verlauf der Demo gilt, konnte krankheitsbedingt nicht nach Plauen kommen. (ur)

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