Vogtland: Baufirma-Chef wegen Schwarzarbeit verurteilt

Weil ein Geschäftsführer jahrelang Arbeitnehmer nicht ordnungsgemäß angemeldet hat, stand er vor Gericht. Schadenssumme: rund 260.000 Euro.

Plauen/Erfurt.

Der Geschäftsführer einer vogtländischen Baufirma ist vom Amtsgericht Chemnitz wegen Schwarzarbeit zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt worden. Das teilte das Hauptzollamt Erfurt am Mittwoch mit. Die Vollstreckung der Strafe setzte das Gericht für drei Jahre zur Bewährung aus. Ermittelt hatten die Staatsanwaltschaft Chemnitz und die Finanzkontrolle Schwarzarbeit Plauen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Firma im Zeitraum von 2008 bis 2015 Arbeitnehmer nicht ordnungsgemäß bei den Krankenkassen, der Berufsgenossenschaft Bau und der Sozialkasse Bau angemeldet hatte. Der dadurch entstandene Gesamtbeitragsschaden belief sich auf rund 260.000 Euro. Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig. (em)

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