Brandmelder löst Fehlalarm bei vogtländischer Entsorgungsfirma aus

Sechs Feuerwehr-Fahrzeuge, ein Notarzt- und ein Rettungswagen sind am Dienstagabend zum Gelände der Müllfirma Glitzner Entsorgung GmbH in Schneidenbach geeilt. Die Brandmeldeanlage des kreiseigenen Unternehmens hatte 19.52 Uhr "aus irgendeinem Grund" angeschlagen, sagt Reichenbachs Stadtwehrleiter Thomas Weck. Bei der Hitze der Vorwochen hätte er eher mit dem Anschlagen der Brandmelder gerechnet, aber das könne genausogut bei Staubentwicklung in den Schreddern der Müllbehandlungsanlage passieren, meint Thomas Weck.

Feuerwehrleute durchsuchten mit Wärmebildkameras das Areal nach Brandnestern oder Schwelbränden. Die Alarmierung erfolgt übrigens automatisch, sagt der Stadtwehrleiter. Weil es bei Glitzner 2007 und 2012 Großbrände gab und darüber hinaus immer wieder kleinere Feuer ausgebrochen sind, geht die Feuerwehr dort auf Nummer sicher.

Rückt die Feuerwehr mit großer Kapelle in Schneidenbach an, beunruhigt das stets auch Anwohner. So gab es einen Hinweis an die "Freie Presse", die Redaktion möge der Alarmierung nachgehen. Denn weder der Vogtlandkreis als Eigentümer des Müllfirmengeflechts, noch die Firma Glitzner Entsorgung haben die Öffentlichkeit informiert. Aus der Kreisbehörde heißt es dazu: Beim zuständigen Dezernenten Lars Beck lag die Information nicht vor. Glitzner-Geschäftsführer Jörg Blei, es gebe immer wieder solche Einsätze. Dass trotz der Alarmierungskette keiner die Bürger informiert, nahm er zur Kenntnis. Blei sicherte zu, über eine wirksame Lösung nachzudenken. (ur)

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