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Tobias Leyh, Industriemechaniker bei USK, baut eine Anlage für die Automobilbranche zusammen. Das Unternehmen liefert seine Produkte sowohl an Zulieferer als auch direkt an Hersteller wie Volkswagen, Daimler und BMW.

Foto: Toni SöllBild 1 / 2

Maschinenbauer will auch nach Übernahme weiter wachsen

USK gehört nun zu einem Unternehmen aus Nordrein-Westfalen. Die Geschäftsführung bleibt aber in Limbach-Oberfrohna - und hat eine wichtige Botschaft für die Mitarbeiter.

Von Johannes Pöhlandt
erschienen am 24.10.2017

Limbach-Oberfrohna. Der offizielle Name des größten Limbach-Oberfrohnaer Sondermaschinenbauers, der unter dem Kürzel USK bekannt ist, lautet USK Karl Utz Sondermaschinen. Er verweist darauf, dass der Baden-Württemberger Unternehmer Karl Utz 1990 die Firma gründete, die aus dem VEB Mechanisierung Karl-Marx-Stadt hervorging. Bis vor Kurzem war auf den Internetseiten zu lesen, dass Karl Utz" Sohn Thilo nicht nur Gesellschafter, sondern auch Geschäftsführer von USK ist. Doch dies ist seit einigen Tagen Geschichte. Denn Thilo Utz und seine Familie haben USK verkauft.

Neuer Eigentümer ist der Maschinenbauer Aumann mit Hauptsitz in Beelen im Münsterland (Nordrhein-Westfalen). Die börsennotierte Aktiengesellschaft teilte in der vergangenen Woche mit, dass man 100 Prozent der USK-Anteile von den Familiengesellschaftern übernommen habe. "Nicht nur die technologische Kompetenz, sondern auch die Kultur des Unternehmens passen ganz hervorragend zu Aumann", wird Aumann-Vorstand Rolf Beckhoff in einer Mitteilung zitiert. Demnach ist auch für Markus Bartsch, den Vorsitzenden der USK-Geschäftsführung, Aumann ein idealer Partner, "um den Wandel der Automobilbranche zur Elektromobilität sowie unsere internationale Expansion in den nächsten Jahren weiter voranzutreiben". Beide Firmen beschäftigen zusammen knapp 1000 Mitarbeiter.

Aumann und USK ergänzen sich demnach gut, weil beide auf Technologien für innovative Antriebe setzen: Aumann stellt Fertigungslinien für Elektromotoren her, USK hat in den vergangenen Jahren einen Fokus auf die Brennstoffzelle gelegt. Auch andere Zukunftsthemen wolle das Unternehmen vorantreiben, wie Holger Kühne, der gemeinsam mit Bartsch die USK-Geschäftsführung bildet, auf Anfrage der "Freien Presse" erklärt. "Ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Arbeit", so Kühne, sei aber nach wie vor das Geschäft als Ausrüster für die Automobilbranche. Das Unternehmen fertigt Montage-Anlagen unter anderem für Volkswagen, Daimler und BMW. Gerade wegen "der guten strategischen Ausrichtung unseres Unternehmens und unserer Positionierung am Markt" habe sich Aumann für die Übernahme entschieden, erklärt Kühne.

In den vergangenen Jahren ist USK stetig gewachsen, was sich auch an der Zahl der Standorte in Limbach-Oberfrohna ablesen lässt. An der Hopfendarre, wo sich der Hauptsitz befindet, wird ebenso produziert wie an der Hauptstraße in Kändler und im Gewerbegebiet Süd in Pleißa. Die dortige Betriebsstätte, erst 2014 eröffnet, wurde in diesem Jahr für knapp zwei Millionen Euro erweitert. Auf diese Weise sind zusätzliche Büroräume entstanden, die laut Geschäftsführer Kühne dringend nötig sind. Denn das Unternehmen, das 2016 einen Umsatz von knapp 70 Millionen Euro erzielt hat, sei nach wie vor auf Wachstumskurs. "Ein wichtiges Ziel des Zusammenwachsens mit der Aumann AG besteht darin, das Wachstum am Standort Limbach-Oberfrohna weiter zu stärken", sagt Kühne. Konkrete Umsatzziele will er aber nicht nennen. Das könnte damit zusammenhängen, dass börsennotierten Unternehmen wie Aumann enge rechtliche Grenzen gesetzt sind, auf welche Weise Geschäftsprognosen publik gemacht werden dürfen.

Auch die Anzahl der Mitarbeiter ist in den vergangenen Jahren gestiegen, derzeit liegt sie inklusive Auszubildender bei etwa 360. Für die Beschäftigten des drittgrößten Arbeitgebers der Stadt soll sich durch die Übernahme nichts ändern. "Alle Vereinbarungen mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bleiben auf gleichem Niveau bestehen", bekräftigt Kühne. Auch müsse sich niemand sorgen, dass Aumann nicht nur die Anteile von USK, sondern auch gleich die Geschäftsführung übernimmt. "Alle Entscheidungen werden auch zukünftig hier am Standort getroffen", betont Kühne. USK bleibe ein eigenständiges Unternehmen. Man werde sich aber insbesondere in strategischen Fragen eng mit dem Aumann-Vorstand abstimmen.

Obwohl die Familie Utz USK verkauft hat, soll der Name des Gründers wie zuvor Bestandteil der offiziellen Firmenbezeichnung bleiben. Auch der Internetauftritt wird weiterhin auf den Gründer des Unternehmens verweisen: Online ist USK unter der Adresse www.usk-utz.de zu finden.

 
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