Das Team von „Made in Chemnitz“ vor dem Chemnitzer Werbe-Aufsteller zur Kulturhauptstadt.
Das Team von „Made in Chemnitz“ vor dem Chemnitzer Werbe-Aufsteller zur Kulturhauptstadt. Bild: Harry Haertel
Chemnitz
Initiative „Made in Chemnitz“ zeigt, wo Chemnitz einzigartig ist

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Ob Bücher für die Badewanne, ökologische Dämmstoffe oder Musiksoftware: In Chemnitz werden viele Ideen zu Produkten. Die Macher dahinter wollen jetzt gemeinsam werben.

Chemnitz.

„Made in Chemnitz“, kurz MIC, heißt eine Initiative von elf Unternehmern der Stadt, die sich bei der Bewerbung ihrer Marken gegenseitig unterstützen wollen. Die Idee dazu hatten René König und Martin König, beide kommen aus der Modebranche. Der eine stellt unter dem Namen Germens Designer-Hemden her, der andere bedruckt mit seiner Firma Karlskopf T-Shirts mit lustigen Marx-Motiven.

Ziel ist es, das Kundenpotenzial aller Mitglieder der Initiative zu nutzen und dadurch die einzelnen Marken bekannter zu machen. Das passiert neben der Webseite www.madeinchemnitz.de auch ganz analog mit Papier.

Dafür hat René König eine kleine Broschüre entworfen und gedruckt. Der 52-Jährige hat damit Erfahrung, weil er früher regelmäßig die Firmenkataloge für die Chemnitzer Wirtschaftsförderung zusammengestellt hat.

René König ist einer der Initiatoren der „Made in Chemnitz“-Initiative.
René König ist einer der Initiatoren der „Made in Chemnitz“-Initiative. Bild: Toni Söll/Archiv

In der ersten MIC-Broschüre mit einer Auflage von 17.000 sind auf 48 Seiten neben Interviews mit den elf Machern auch Texte zu den historischen Erfindungen aus Chemnitz aufgeschrieben. Dazu gibt es ein Interview mit Marketingprofessor Oliver Errichiello aus Mittweida über die Bildung von Marken: „Marken sind Wohnzimmer der Seele“, heißt es.

Die Firmen, die bei MIC mitmachen, kommen aus ganz unterschiedlichen Branchen. Neben den Modefirmen Germens und Marxkopf ist mit „Di Vano“ ein Haarkosmetikhersteller dabei, der Paperento-Verlag stellt Gummibücher für die Badewanne her, Fookies produziert Cookies und die Cucumber-Company entwickelt Musik-Software für Proberäume.

Anka Unger, deren Firma Unger Diffutherm Dämmplatten aus Holzfaser herstellt, wurde ebenfalls mit ins Boot geholt. Sie wolle dabei mithelfen und zeigen, wie viele schlaue Köpfe es in Chemnitz gibt. Die Broschüren steckt sie mit in ihre Firmenpost. Das sind immerhin 50 Briefe pro Woche, die nach ganz Deutschland verschickt werden.

Die MIC-Mitglieder treffen sich einmal im Monat an verschiedenen Orten, um sich über die nächsten Schritte auszutauschen. Neue Mitglieder sind willkommen, sagt René König. Sie müssen nur gut zur Idee von MIC passen und eine eigene Marke um ein besonderes Produkt aufgebaut haben. (cma)

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