Ticker: Bombenfund in Chemnitz: Entschärfung geglückt

Bei Tiefbauarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs an der August-Bebel-Straße nahe der Sachsenallee ist am Montagvormittag eine Fliegerbombe gefunden worden.

23.23 Uhr: Die Bombe ist laut Polizei entschärft. Alle Anwohner können nun wieder heim. Es werden alle Sperrungen aufgehoben. 23.30 Uhr wird den Angaben zufolge der Hauptbahnhof wieder geöffnet. Wir verabschieden uns. An alle Betroffenen und Helfer: Kommen Sie gut nach Hause.

22.45 Uhr: Sollte die Entschärfung nicht gelingen, erfolgt laut Polizei die Sprengung.

22.32 Uhr: Laut Polizei wurde soeben mit der Entschärfung der Bombe begonnen.

22.10 Uhr: Nach Angaben der Polizei sind bis auf ein Altenheim alle Evakuierungen (innerhalb des gelben Bereichs - siehe Karte) abgeschlossen. Vereinzelt wurde der Bereich durch die Einsatzkräfte der Stadt erweitert, heißt es. In Kürze beginnt die Entschärfung.

21.55 Uhr: Die Evakuierung ist laut Polizei so gut wie abgeschlossen.

21.09 Uhr: Laut Polizei dauert die Evakuierung noch an. Den Angaben zufolge, sind etwa 90 Prozent geschafft. Vor allem ein Altenpflegeheim und 4-5 Häuser seien noch in Arbeit, heißt es.

21.05 Uhr: Insgesamt sind etwa 560 Helfer im Einsatz, darunter Polizei, Bundespolizei, Feuerwehr, THW, die medizinische Task Force sowie Mitarbeiter der Stadt Chemnitz.

20.52 Uhr: Laut Polizei benötigt der Sprengmeister etwa zwei Stunden, außer es läuft alles rund, dann auch kürzer. Sie schreiben bei Facebook: "Durch die Verzögerungen bei der Evakuierung dauert es leider noch. 23 Uhr sieht im Moment schon langsam nicht mehr realistisch aus."

20.40 Uhr: Derzeit befinden sich etwa 60 Personen in den Notunterkünften.

20.16 Uhr: Die Polizei bringt derzeit Anwohner, die nicht bei Bekannten oder Verwanden unterkommen können in Notunterkünfte, zum Beispiel an die Forststraße. Auch Renate Knüpfer wird dorthin gebracht. Die 78-jährige Anwohnerin der Zöllnerstraße ist gefasst. So etwas habe sie noch nicht erlebt. Es gehe ihr aber gut. Nun hofft sie, dass sie schnell wieder in ihre Wohnung zurück darf.

20.01 Uhr: Erste Häuser an der Zöllnerstraße wurden evakuiert. Einige Menschen stehen an den Straßen und warten darauf, abgeholt zu werden. Indes gehen Feuerwehrleute mit Taschenlampen weiter von Haus zu Haus, berichtet unser Reporter.

19.53 Uhr: Die Polizei Sachsen vermeldet soeben auf ihrer Facebookseite, dass sich die Evakuierung deutlich verzögert. Ihre Bitte deshalb: Warten Sie nicht, bis die Einsatzkräfte an der Tür klingeln, sondern verlassen Sie die Häuser selbstständig. Aus dem gelben Sperrbereich müssen alle Menschen evakuiert werden. "Je eher wir mit der Entschärfung beginnen können, desto eher können alle wieder nach Hause", heißt es wörtlich.

19.34 Uhr: Die Polizei bittet alle Anwohner im Gefahrenbereich, die bereits Kenntnis von der Bombe und der damit einhergehenden Evakuierung haben, ihre Wohnung selbstständig zu verlassen. Das würde die Arbeit der Beamten vor Ort vereinfachen. Nichtsdestotrotz gehen die Beamten bzw. die Feuerwehr derzeit auch von Tür zu Tür, heißt es auf Nachfrage.

 

19.21 Uhr: Erste, wenige Bewohner treffen in der Notunterkunft an der Forststraße ein. Nach Eindrücken von Fotografen und Reportern vor Ort ist aber bislang nur wenig von einer groß angelegten Evakuierung zu spüren bzw. zu sehen.

18.47 Uhr: Evakuierung: Laut Polizei geht derzeit die Feuerwehr von Haus zu Haus. Polizisten sichern das Gebiet ab und stellen sicher, dass keiner mehr in den Gefahrenbereich hineinkommt. Zudem bereitet der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Entschärfung vor, heißt es.

17. 34 Uhr: Die Evakuierung läuft. Die Sachsenallee ist geräumt. Nach Informationen der "Freien Presse" kümmert sich Sprengexperte und Leiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Sachsen, Thomas Lange, um die Bombe. Seinen Aussagen zufolge wird er die Bombe definitiv vor Ort entschärfen oder - wenn das nicht möglich ist - sprengen.

17.12 Uhr: Laut Polizei müssen im Umkreis von 500 Metern um den Bombenfundort die Straßen gesperrt werden und Anwohner ihre Wohnungen verlassen, dies dürfte etwa 2500 Menschen betreffen.

Betroffen sind die: August-Bebel-Straße von Straße der Nationen bis Dresdner Straße, Hilbersdorfer Straße, Zufahrt Parkhaus Sachsenallee, Thomas-Mann-Platz (Sachsenallee), Dresdner Straße bis Gellertstraße, Gellertstraße bis HG 8, Palmstraße bis HG 14, Hainstraße 94 bis 124, Philippstraße bis HG 6, Lessingstraße bis HG 6, Peterstraße bis HG 9, Hauptbahnhof, Mauerstraße,
Minna-Simon-Straße 1 und 3, Straße der Nationen 76, 78 bis 126, Heinrich-Zille-Straße 1 bis 4, Elisenstraße 1 bis 3

Um die Evakuierungsmaßnahmen der Stadt mit Unterstützung der Polizei zu erleichtern, bitten die Beamten die Anwohner der betroffenen Straßen, nach Möglichkeit bis 18 Uhr selbstständig ihre Wohnungen zu verlassen und die Entschärfung der Sprengbombe bei Verwandten, Freunden oder Bekannten abzuwarten. Die Entschärfung soll gegen 20 Uhr beginnen. Wer nicht die Möglichkeit hat, kann sich in der Gotthold-Ephraim-Lessing-Grundschule, Reinhardtstraße 6, oder in der Sporthalle des Chemnitzer Polizeisportvereins in der Forststraße 9 melden.

Wer sich über Angehörige in der CPSV-Halle erkundigen möchte, kann dies unter Telefon 0371 415160 tun.

Die Stadt Chemnitz hat ein Bürgertelefon geschaltet: 0371 488-3344

Ab 17 Uhr wird das Einkaufszentrum "Sachsenallee" geschlossen.

Die Polizei bittet, den Sperrbereich weiträumig zu umfahren. Die Umleitung erfolgt über die Mühlenstraße - Müllerstraße - Zöllnerplatz - Blankenauer Straße - Emilienstraße - Hilbersdorfer Straße - Margaretenstraße - Frankenberger Straße - Hainstraße - Palmstraße - Zietenstraße - Fürstenstraße - Dresdner Straße - Waisenstraße - Bahnhofstraße - Carolastraße - Straße der Nationen - Georgstraße - Mühlenstraße.

16.55 Uhr: Die Polizei hat soeben eine Evakuierungskarte für den Innenstadtbereich Chemnitz veröffentlicht.

Der gelb markierte Bereich ist der Evakuierungsbereich. Diesen müssen alle Personen ab 18 Uhr für mindestens drei Stunden verlassen. Wer zu diesem Zeitpunkt keinen Anlaufpunkt hat, kann sich hier melden:
- Sporthalle vom CPSV in der Forststraße
- Gotthold-Ephraim-Lessing Grundschule in der Reinhardtstraße

Die rote Linie zeigt den Umleitungsbereich für den Fahrverkehr.

16.32 Uhr: Wegen des Bombenfundes in der Nähe des Hauptbahnhofes kommt es zu Zugausfällen und Verspätungen. Der Bahnhof könne ab 18.40 Uhr nicht mehr angefahren werden, teilt die Deutsche Bahn auf ihrer Internetseite mit. Es wird Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Einzelheiten: Zwischen Burgstädt und Chemnitz wird ab 17:20 Uhr ein Ersatzverkehr mit Bus eingerichtet. Bitte beachten Sie, dass der Bus in Chemnitz nicht am Bahnhof halten kann. Zwischen Mittweida und Chemnitz wird ab 18:26 Uhr ein Ersatzverkehr mit Bus mit den Unterwegshalten Altmittweida, Ottendorf (b. Mittweida), Oberlichtenau und Chemnitz Kinderwaldstätte eingerichtet. Bitte beachten Sie, dass der Bus in Chemnitz nicht am Bahnhof halten kann. Zwischen Wüstenbrand und Niederwiesa wird ab 18:58 Uhr ein Ersatzverkehr mit Bus mit den Unterwegshalten Grüna (Sachs), Chemnitz-Siegmar, Chemnitz-Schönau, Chemnitz Mitte, Chemnitz Süd und Chemnitz-Hilbersdorf eingerichtet.

16.25 Uhr: Die Evakuierung des Gebietes um den Bombenfundort an der August-Bebel-Straße führt nach Informationen des Verkehrsbetriebs CVAG zu erheblichen Behinderungen des Nahverkehrs, die bis in die späten Abendstunden dauern können. Demnach fahren die Straßenbahnlinien 1 und 2 regulär. Die Straßenbahnlinie 4 sowie die Buslinien 21, 23, 32 und 51 fahren über Umleitungen, wobei jeweils das Gebiet um den Hauptbahnhof umfahren wird und dortige Haltestellen nicht bedient werden. Die CVAG weist darauf hin, dass durch den Umleitungsverkehr nicht in jedem Fall Anschlüsse an der Zentralhaltestelle gewährleistet werden können.

16.30 Uhr: Die Evakuierung wegen des Bombenfundes führt zum Ausfall von Fahrten der City-Bahn ins Chemnitzer Umland: Nach Informationen des Verkehrsunternehmens geht der vorerst letzte Zug in Richtung Burgstädt um 18.07 ab Chemnitz/Hauptbahnhof. Der letzte Zug, der Chemnitz aus dieser Richtung erreichen kann, ist der, der um 17.34 ab Burgstädt fährt. Alle folgenden Züge fallen solange der Einsatz dauert aus. Auch die Linie nach Hainichen ist betroffen. Der letzte Zug, der nach Chemnitz kommen kann, ist laut City-Bahn der, der um 18 Uhr ab Hainichen fährt, der letzte, der den Chemnitzer Hauptbahnhof in diese Richtung verlässt, jener um 18.13 Uhr. Danach sollen die Züge dieser Linie zwischen Hainichen und Niederwiesa pendeln, eine Weiterfahrt von dort nach Chemnitz ist nicht möglich.

15.48 Uhr: Es wurden alle Katastrophenschutzeinheiten, die so genannte Medizinische Task Force der Stadt, zur Unterstützung der Evakuieruntg angefordert.

15.45 Uhr: Das Ordnungsamt der Stadt Chemnitz und die Polizeidirektion Chemnitz bereiten derzeit Maßnahmen für die ab 18 Uhr geplante Evakuierung in einem Umkreis von 500 Metern sowie entsprechende Straßensperrungen vor. 

13.47 Uhr: Laut Stadt soll die Fliegerbombe in den Abendstunden am Fundort entschärft werden. Die Evakuierung soll voraussichtlich ab 18 Uhr beginnen. Die Vorbereitungen dafür laufen derzeit.

10.45 Uhr: Bei Tiefbauarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs an der August-Bebel-Straße nahe der Sachsenallee ist am Montagvormittag eine Fliegerbombe gefunden worden. Die Polizei und die Stadt bereiten derzeit Maßnahmen zur Evakuierung vor, die voraussichtlich gegen 18 Uhr beginnen soll. Nach Polizeiinformationen handelt es sich um eine amerikanische 250 Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die in 2,50 Metern Tiefe bei Probebohrungen entdeckt wurde. Der Fundort wird seitdem von Polizeibeamten gesichert.

Zur Bombe

Die gefundene Bombe ist etwa fünf Zentner schwer, etwa 1,50 Meter lang und hat einen Durchmesser von 30 Zentimetern. Sie hat einen Heck- und einen Frontzünder. Gefunden wurde sie in einem ausgewiesenen Sondierungsfeld, in dem mittels Sonden nach Sprengkörpern gesucht wurde, weil der Bereich später eventuell bebaut werden soll.

Bei Luftangriffen auf Chemnitz während des Zweiten Weltkrieges waren in der Chemnitzer Innenstadt etwa 80 Prozent der Gebäude zerstört worden. Dabei kamen etwa 3600 bis 4000 Menschen ums Leben. Die heftigsten Zerstörungen gab es bei Angriffen in der Nacht vom 5. auf den 6. März 1945. (fp/dpa)

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