Chemnitz Umland
Wahlen im Chemnitzer Umland: Die vorläufigen Ergebnisse liegen vor

Am Sonntag waren auch die Städte und Gemeinden rund um Chemnitz zur Wahl aufgerufen. So haben sich die Wähler in Limbach-Oberfrohna, Niederfrohna, Lichtenau, Burgstädt, Hartmannsdorf, Neukirchen, Claußnitz, Taura und Mühlau entschieden.

Chemnitzer Umland.

Mit den Wahlen für die Stadt- und Ortschaftsräte, den Kreistag und die Europawahl mussten die Einwohnerinnen und Einwohner der Städte und Gemeinden bis zu vier Wahlzettel ausfüllen. Bis 18 Uhr waren die Wahllokale geöffnet. Am Montagmorgen liegen bereits einige vorläufige Endergebnisse vor.

Limbach-Oberfrohna: Wahlsieger in Limbach-Oberfrohna sind die Freien Wähler, die mit 43 Prozent die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnten. Auf den Plätzen zwei und drei folgen AfD (23,4 Prozent) und CDU (19,7 Prozent). Mit deutlichem Abstand dahinter: SPD (4,2 Prozent), Linke (4 Prozent), Grüne (3,2 Prozent) und FDP (2,5 Prozent).

Niederfrohna: Kurz nach 22 Uhr standen die Ergebnisse für die Gemeinderatswahl in Niederfrohna fest. Die neu gegründete Wählervereinigung „Unabhängige Liste Niederfrohna“ gewinnt die Wahl. Sie holte 47,36 Prozent der Stimmen. Ihr folgen die CDU mit 32,9 Prozent und die AfD mit 19,74 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 82,11 Prozent.

Neukirchen: Die Wählervereinigung „Wir für Neukirchen/Adorf“ holt bei den Gemeinderatswahlen in Neukirchen 39,9 Prozent der Stimmen und ist damit die stärkste Kraft. Ihr folgt die AfD mit 28,7 Prozent der Stimmen. Die CDU liegt mit 20,4 Prozent auf dem dritten Platz. Auf die SPD entfallen 4,6 Prozent der Stimmen. Die Linke holt 4,1 Prozent und die unabhängige Wählervereinigung Neukirchen/Adorf 2,3 Prozent.

Hartmannsdorf: Die CDU holt in Hartmannsdorf die absolute Mehrheit. 50,9 Prozent der Wähler gaben den Christdemokraten ihre Stimme. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Bürger für Hartmannsdorf mit 25,5 Prozent sowie die AfD mit 18,5 Prozent. Mit etwas Abstand auf Platz vier: Die Linke mit 5 Prozent.

Claußnitz: In Claußnitz konnten die Freien Wähler ihr Ergebnis von 2019 (61,3 Prozent) sogar noch ausbauen. Sie sind mit 71,4 Prozent die Wahlgewinner der Gemeinde. Die CDU verliert leicht auf 18,8 Prozent. Auch die SPD (7,1 Prozent) und die Wählervereinigung Claußnitz (2,7 Prozent) schneiden etwas schlechter ab als bei der letzten Wahl.

Burgstädt: Die Freien Wähler werden trotz großer Verluste weiterhin die größte Fraktion im Stadtrat von Burgstädt stellen. Sie bekamen 38,5 Prozent der Stimmen. Vor fünf Jahren waren es noch fast 10 Prozentpunkte mehr. Auf dem zweiten Platz landet die AfD mit 22,7 Prozent. Auf sie folgen die CDU und der Gewerbeverein GuHV, die vor fünf Jahren noch mit einer gemeinsamen Liste angetreten waren. SPD, Grüne und Linke holen Ergebnisse im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Taura: Bei der Wahl zum Tauraer Gemeinderat verlieren sowohl die Liste des Kleingärtnervereins WVK als auch die der Freiwilligen Feuerwehr Köthensdorf an Zustimmung. Profitieren können davon die CDU und die AfD. Die Wahlbeteiligung macht im Vergleich zu 2019 einen deutlichen Sprung auf knapp 70 Prozent.

Mühlau: Die Verhältnisse im Gemeinderat von Mühlau werden künftig sehr klar sein. 91,6 Prozent der Stimmen entfielen auf die Kandidaten der Mühlauer Vereine. 8,4 Prozent der Wähler entschieden sich für andere wählbare Personen. Die Wahlbeteiligung sank leicht von 72,1 auf 71,6 Prozent.

Lichtenau: Gegen 0.30 Uhr stand das Ergebnis in der Gemeinde Lichtenau fest. Die Freien Wähler bleiben mit 36,5 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von der AfD mit 27,1 Prozent. CDU 22,3 Prozent. Linke und SPD kommen auf jeweils 7,1 Prozent. Der Wähler-Ansturm am Sonntagvormittag sei enorm gewesen, sagt Gemeindewahlleiter Martin Lohse. In der Gemeinde Lichtenau gibt es 6000 Wahlberechtigte. Allein 1200 Personen beteiligten sich an der Briefwahl. (grun/bj/eran)

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