Trinkwasser soll ab 2026 teurer werden. Der RZV hat seine Kalkulation vorgestellt.
Trinkwasser soll ab 2026 teurer werden. Der RZV hat seine Kalkulation vorgestellt. Bild: Patrick Pleul/dpa
Chemnitz Umland
Wasserpreise sollen drastisch steigen: Lichtenau erfährt erstmals von den RZV-Plänen

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Ab 2026 sollen die Wasserpreise im Regionalen Zweckverband Wasserversorgung Lugau-Glauchau steigen. Elke Reischl präsentiert die Kalkulation in Lichtenau. Wer davon betroffen ist.

Lichtenau, Glauchau.

Ab 1. Januar 2026 sollen die Wasserpreise im Gebiet des Wasserverbandes RZV Lugau-Glauchau steigen. Das hat die kaufmännische Geschäftsleiterin Elke Reischl den Gemeinderäten in Lichtenau angekündigt. Dort wurde die Kalkulation für die Jahre von 2026 bis 2028 vorgestellt. Laut Kalkulation müsste dann jeder bei einem jährlichen Verbrauch von 30 Kubikmeter Trinkwasser 23 Euro mehr bezahlen. Bisher werden für einen normalen Privathaushalt mit einem Standardwasserzähler pro Kubikmeter Wasser netto 2,12 Euro (brutto 2,27 Euro) fällig. Künftig sind es 2,70 Euro pro Kubikmeter (brutto 2,89 Euro). Gleichzeitig sollen die Grundgebühren steigen. Beim kleinsten Wasserzähler könnte sich die Gebühr monatlich von netto 11,25 auf 14 Euro (brutto 14,98 Euro) erhöhen.

Der RZV begründet die Gebührenerhöhung mit nötigen Sanierungen und Neubauten im Trinkwassernetz sowie gestiegenen Kosten generell. So wird beispielsweise ein neues Wasserwerk in Kertzsch, Ortsteil von Remse im Landkreis Zwickau, gebaut. Außerdem sollen das Rohrnetz saniert, neue Hochbehälter gebaut und Anpassungsstrategien für Demografie und Klimawandel entwickelt werden, so Reischl. Zudem stiegen die Herausforderungen bezüglich Gewässer- und Ressourcenschutz, Erhöhung der Trinkwasserqualität, Digitalisierung, IT-Sicherheit und Energieeffizienz. Investitionen in Höhe von 51 Millionen Euro sind geplant.

Das Wasserwerk Kertzsch wurde 1901/02 gebaut und wird jetzt erneuert.
Das Wasserwerk Kertzsch wurde 1901/02 gebaut und wird jetzt erneuert. Bild: Andreas Kretschel/Archiv

Am 17. September entscheidet die Verbandsversammlung

Laut Gesetz müssen Trinkwassergebühren für einen Zeitraum von höchstens fünf Jahren kalkuliert werden. Der RZV hat sich für einen kürzeren Rhythmus entschieden. In dieser Kalkulation werden die erwarteten Kosten für die Trinkwasserversorgung im gesamten Verbandsgebiet den zu erwartenden Einnahmen - dazu zählen Gebühren - gegenübergestellt. Ziel dabei ist der Ausgleich beider Seiten. Zuletzt war für 2022 bis 2025 die Verbrauchsgebühr angehoben worden. Dem RZV gehören 36 Städte und Gemeinden in den Landkreisen Mittelsachsen, Zwickau und Erzgebirge an, darunter auch Burgstädt und Limbach-Oberfrohna.

Im Gemeinderat Lichtenau wurde kritisiert, dass trotz eines Rückgangs des Trinkwasserverbrauchs die Gebühren steigen. Bürgermeister Andreas Graf will als Vertreter von Lichtenau zur RZV-Verbandsversammlung am 17. September den Plänen zustimmen. (bj)

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