Die Renner im Juli: Frisierte Mopeds, Pilze und ein Erzgebirger bei "Bauer sucht Frau"

Diese Artikel aus dem Erzgebirge haben unsere Nutzer im Juli am meisten interessiert.

Polizei zieht frisierte Mopeds aus dem Verkehr: Statt mit erlaubten 60 Sachen rasen sie mit 100 über die Straßen: getunte Simsons. Jetzt schnappte die Polizei eine ganze Reihe Fahrer. Für die Biker kann das weitreichende Folgen haben [FP+].


Sammlerglück - Erzgebirger finden Riesenpilze im Wald: Dieser Pilzfund wird Dietmar Schmuck aus Beierfeld wohl noch lange im Gedächtnis bleiben. Bei einer Tour durch den Wald haben er und sein Sohn jetzt einen sogenannten Riesenbovist gefunden. Riesig - das trifft bei diesem Exemplar besonders zu. Stattliche 6,5 Kilogramm bringt der Pilz auf die Waage. Sind die Riesenpilze nun womöglich die Vorboten einer Schwamme-Schwemme im Sommer und Herbst? [FP+]


Gleich zwei Steinpilze im XXL-Format hat Jamie Kornatz gefunden: Auf stolze 28 beziehungsweise 20 Zentimeter Durchmesser bringen es die beiden Steinpilze, auf die Pierre Kornatz aus Schneeberg gemeinsam mit seinem Sohn Jamie (8) im Wald in der Nähe des Schwalbener Flügels bei Zschorlau gestoßen ist. "So einen Fund hatten wir noch nie. Der größere Pilz hat grob geschätzt 2,5 Kilo gewogen, der kleinere 1,5 Kilo", sagt Pierre Kornatz. Ein Großteil der Pilze sei genießbar gewesen. Zum Beitrag: Glückspilze werden in Zschorlau, Schneeberg und Johann'stadt fündig


Warum "Bauer sucht Frau" bald im Erzgebirge spielt: Jan Großmann ist mit 1,98 Metern ein gestandenes Mannsbild, ein knuffiger Typ mit Herz und Zunge auf dem rechten Fleck und verfügt mit 41 Jahren auch über ausreichend Lebenserfahrung. Die passende Frau fürs Leben hat der Bärensteiner aber noch nicht gefunden. Ein Vollzeitjob in einer Drechslerei im Nachbarort Neudorf und die elterliche Landwirtschaft im Nebenerwerb lassen dafür eben wenig Zeit. "Und ein Partygänger bin ich auch nicht", sagt er selbst. Umso mutiger seine Entscheidung, sich in aller Öffentlichkeit nach einer Partnerin umzuschauen: Er hat sich bei "Bauer sucht Frau" beworben. Wobei das so nicht ganz stimmt. Denn eigentlich ist er von der Bewerbung letztlich mindestens genauso überrascht worden wie der Rest der Familie [FP+].


 

Kalt, kälter, Kühnhaide - Minusgrade am Kältepol im Erzgebirge: Sommer in Sachsen - doch der Kältepol im oberen Erzgebirge macht seinem inoffiziellen Titel wieder alle Ehre. Wer am Morgen des 13. Juli in Marienberg-Kühnhaide war, konnte gegen 5 Uhr mit seinem Thermometer Werte von fünf Grad unter Null messen. Die privat betriebene Wetterstation in Kühnhaide meldete am Sonntagfrüh minus 4,6 Grad Celsius am Boden und minus 2,6 in zwei Metern Höhe als Tiefstwerte.


Mittlerweile ein dutzend Fälle im Erzgebirge - Unbekannte lösen Radmuttern an Autos: Nach einem Duzend Fällen gelöster Radmuttern im Bereich des Polizeireviers Aue sucht die Polizei Zeugen. So bemerkte am 13. Juli die Fahrerin eines Opel Corsa während der Fahrt auf der Gabelsberger Straße merkwürdige Geräusche. Sie brachte ihren Wagen in eine Werkstatt. Dort stellten Mitarbeiter mehrere gelöste Radmuttern als Ursache für die Geräusche fest. Seit Februar 2020 liegen dem Kriminaldienst des Polizeireviers Aue damit insgesamt zwölf derartige Anzeigen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr vor. Im Rahmen ihrer Ermittlungen suchen die Auer Kriminalisten Zeugen.


Hotelier aus dem Erzgebirge - Biker-Fahrverbot wäre Todesstoß für Tourismusbranche: Kein Verständnis für die vom Bundesrat geforderten Fahrverbote für Biker an Sonn- und Feiertagen zeigen neben den Motorradfahrern auch Gastronomen und Hoteliers in der Region. Würden die Pläne tatsächlich umgesetzt, wäre das der Todesstoß für die Tourismusbranche - gerade im bei Bikern beliebten Erzgebirge [FP+], sagt etwa Tilo Franke. "95 Prozent unserer Gäste reisen mit dem Motorrad an", so der Inhaber des Landhotels "Flöhatal" in Heidersdorf weiter. Viele Angebote seien speziell auf motorisierte Zweiradtouristen zugeschnitten.


Plötzlich starb ein Hase nach dem anderen: Hermann Ficker ist kein Rassekaninchenzüchter, dem es um preisgekrönte Langohren geht. Doch der Grünhainer hält Hasen schon, so lange er denken kann. Aber das, was er in den zurückliegenden zwei Wochen erleben musste, sei noch nie da gewesen, erzählt er. "Plötzlich starb ein Hase nach dem anderen. Es war grausam, mitzuerleben, wie sie sich gequält haben. Sie sind förmlich erstickt", schildert Hermann Ficker. Von seinen ursprünglich acht Tieren hat er nur noch eins. Er hat eine Vermutung, woran die Tiere verendet sind [FP+].


Tödlicher Unfall bei Zwönitz: Ein Transporter ist am 20. Juli auf der Kühnhaider Straße zwischen Zwönitz und Lößnitz gegen Baum gekracht. Der Fahrer des Peugeot-Transporters erlitt schwere Verletzungen, an denen er noch am Unfallort verstarb.


Urteil zu Messerangriff in Aue löst Kontroverse aus: Nach dem blutigen Streit am Heiligabend 2019 im Pfarrhaus der Auer St.-Nicolai-Kirchgemeinde hat das Landgericht zwei der drei Angeklagten verurteilt. Der 17-jährige Syrer - der auf den ehrenamtlichen Helfer Weller bei einer Feier für Bedürftige mit dem Messer losgegangen war - erhielt eine Jugendstrafe von einem Jahr wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Strafe wurde auf zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt, ihm wird ein Bewährungshelfer zur Seite gestellt. Zudem muss er 80 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Sein 54-jähriger Vater, dem die Staatsanwaltschaft vorwarf, den Sohn zur Tat angestiftet zu haben, ist wegen gefährlicher Körperverletzungen in zwei tateinheitlichen Fällen ebenfalls zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden - zu sechs Monaten. Seine Strafe gilt indes mit der bislang vollstreckten U-Haft als verbüßt. Der dritte Angeklagte,ein 22-jähriger Libanese, wurde freigesprochen. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Das Strafmaß stößt bei einigen auf Unverständnis [FP+].

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.