Die Zwillinge Fanny und Stella mit ihrer Mutti Stephanie Dietrich-Schulz, Schwester Siiri und Bruder Rokki.
Die Zwillinge Fanny und Stella mit ihrer Mutti Stephanie Dietrich-Schulz, Schwester Siiri und Bruder Rokki. Bild: Stephanie Dittrich-Schulz
Annaberg
Fanny und Stella brauchen Hilfe

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Die schwerstbehinderten Zwillinge aus Ehrenfriedersdorf sind volljährig. Ihr Gesundheitszustand ist stabil. Doch es gibt auch Sorgen. Um das Familienauto halten zu können, benötigen sie Unterstützung.

Ehrenfriedersdorf.

Ihren 18. Geburtstag haben Fanny und Stella aus Ehrenfriedersdorf im Sommer mit einer kleinen Party gefeiert. Es wurde getanzt und gelacht. Der Gesundheitszustand der Mädchen, die mittlerweile junge Frauen geworden sind, sei stabil. Aktuell gibt es aber auch ein paar Sorgen zu den alltäglich dazu, berichtet Mutter Stephanie Dittrich-Schulz. Es geht um den behindertengerechten Familienbus.

Seit einigen Jahren gehört der nun schon zum Alltag. Bereitgestellt werden konnte er über Spenden, die ein Leasing ermöglichten. In dem Bus finden die Rollstühle der beiden jungen Frauen genauso Platz wie alle anderen Familienmitglieder. Denn neben Stella, Fanny und den Eltern gibt es da auch noch ihre Geschwister Siiri (11) und Rokki (7). Mobilität bringt Freiheit, Abwechslung mit Ausflügen und sogar kleine Auszeiten am Meer. Der Bus macht das Leben ein bisschen einfacher. Doch nun läuft das Leasing aus. Um das Fahrzeug auslösen zu können, braucht es Geld. Mehr als 6000 Euro kamen bereits bei einer Spendenaktion zum 18. Geburtstag zusammen. Über die Unterstützung ist Stephanie Dittrich-Schulz sehr dankbar. Ganz reichen die Mittel allerdings noch nicht, weshalb es nun einen erneuten Spendenaufruf gibt.

Fanny und Stella brauchen rund um die Uhr Betreuung. Stephanie Dittrich-Schulz ist mit Unterstützung vom Pflegedienst und weiteren Hilfskräften komplett in die Pflege der Zwillinge eingebunden. Einer Arbeit kann sie deshalb nicht nachgehen. "Das Beste wäre, wenn sie auch als bezahlte Hilfskraft für ihre Kinder angestellt werden könnte", sagt Betreuerin Heike Wagner. Aber das war bisher nicht möglich. Das Budget der Familie belastet außerdem, dass es nicht immer einfach ist, die geeignetsten Produkte und Hilfsmittel, die einfach benötigt werden, ohne Zuzahlung zu erhalten. Seit der Volljährigkeit der beiden sei es noch schwieriger geworden. Allein für die Windeln werden nun pro Monat 180 Euro zusätzlich benötigt. Das alles macht Sparen quasi unmöglich.

Neben den finanziellen Sorgen steht aber die Freude im Mittelpunkt bei Fanny und Stella. "Fanny tanzt gern", erzählt Heike Wagner. Die jungen Frauen lieben es, wenn was los, es nicht langweilig wird. Das Therapiebecken, das vor einigen Jahren mit Unterstützung der Leser der "Freien Presse" ins Haus kam, wird noch heute regelmäßig genutzt und hilft, für Entspannung zu sorgen. Das ist wichtig, um gegen die Spastiken etwas tun zu können.

Dietrich-Schulz betont, wie dankbar sie ist, dass ihrer Familie auf den unterschiedlichsten Wegen immer wieder geholfen wurde. Die Unterstützung sei überwältigend.

Wer die Familie unterstützen möchte, kann dies über den Verein Lukas Stern e. V. tun. Mit dem Verwendungszweck "Stella und Fanny" kann auf das Konto IBAN DE75870520000190030577 gespendet werden.

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