Mit sechs Schwerlasttransportern: Windkraftanlage kommt nach Jöhstadt

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Neue Anlage kann nun montiert werden

Jöhstadt.

Jöhstadt. Ein Schwerlasttransport hat sich Samstagfrüh hinauf auf den Erzgebirgskamm gequält. Unbemerkt. Dabei waren die sechs Transporter, die eine Windkraftanlage für Jöhstadt geladen hatten, alles andere als unauffällig. Das längste Fahrzeug, es fuhr an der Spitze und hatte das unterste Turmsegment geladen, war gut 50 Meter lang. Die sechs Schwerlasttransporter, kurz nach 1 Uhr pünktlich am Stadtrand von Chemnitz gestartet, wurden zusätzlich zu den Begleitfahrzeugen für die Sicherheit auch von Polizeifahrzeugen eskortiert - mit eingeschaltetem Blaulicht.

Der Transport erfolgte bis zum Abzweig Morgensonne bei Annaberg-Buchholz grundsätzlich über die Bundesstraße 95. Genau, die Hauptverkehrsader ins Erzgebirge, die aktuell von mehreren Straßenbaustellen unterbrochen ist. Deshalb hatte der Konvoi von 1 bis 6 Uhr eine Ausnahmegenehmigung für die Durchfahrt. "Die Baustellen, gerade die kurz nach Chemnitz, haben uns eines Kopfzerbrechen bereitet. Besonders die vielen engen Kurven", sagte Bauleiter Benjamin Ritter. Man habe sich im Bereich der Straßenbaustelle selbst mehr Platz schaffen müssen. Das ist auch der Grund dafür, dass erneut der Zeitplan komplett durcheinander geriet. Erneut deshalb, weil die Teile für die neue Windkraftanlage, die in Jöhstadt für die Firma Erzwind aus dem nordrhein-westfälischen Olsberg errichtet wird, bereits Anfang der Woche dort erwartet worden waren.

Nun wird bis Mitte nächster Woche eine Windkraftanlage Enercon E-53 mit einem Rotordurchmesser von 53 Metern und einer Leistung von 0,8 Megawatt aufgestellt. Thomas Hachmann, einer der beiden Geschäftsführer von Erzwind, sagte am Morgen auf der Baustelle, dass die Anlage die einzige sei, die derzeit im Erzgebirge neu gebaut werde. Er verspreche sich vom Erfolg des Aufbaus auch, dass es dabei nicht bleiben wird. "Wenn die Leute hier sehen, wie sauber wir arbeiten, und dass wir keine Schäden hinterlassen, vielleicht können wir damit auch ein Umdenken anregen." (ka)

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